Ciao Kali!

Ciao, „Kali“ – ein Abschied, der bleibt

1. Mai 2026

Fünf Jahre lang war Manuel Kalman mehr als nur ein Torhüter beim SV Austria Salzburg. Er war Rückhalt, Charakter, Lautsprecher, Antreiber – und vor allem: ein Gesicht dieser Mannschaft.

Als gebürtiger Wiener nach Salzburg gekommen, hat Kalman schnell gezeigt, was ihn ausmacht: kompromisslos auf dem Platz, leidenschaftlich bis ins letzte Detail – und abseits davon ein ruhiger, höflicher Typ, der genau weiß, wann es Zeit ist, einen Schritt zurückzutreten. Genie und Wahnsinn, im besten Sinne.
Sportlich gelesen bleibt eine Erfolgsgeschichte: zwei Westliga-Titel, der langersehnte Aufstieg in die Admiral 2. Liga – und 121 Pflichtspiele, in denen er immer wieder bewiesen hat, warum er über Jahre hinweg die klare Nummer eins war. Wer in dieser Phase die Austria erlebt hat, weiß: Ohne Kali wäre dieser Weg so nicht möglich gewesen.
Doch Zahlen erzählen nie die ganze Geschichte.

Manuel Kalman

Es sind die Momente, die bleiben.

Der Abend vor dem entscheidenden Spiel gegen Schwaz. Kalman kommt ins Training, die Diagnose frisch vom Arzt: fiebrige Angina. Und trotzdem dieser Satz, halb im Scherz, halb im Ernst: „Sie müssten mich schon ans Bett fesseln, um morgen nicht dabei zu sein.“ Am nächsten Tag steht er im Tor. Souverän. Unerschütterlich.
Und danach? Wird aus dem Kämpfer ein Feierbiest, wie es nur der Fußball schreiben kann.

Auch in seiner letzten Saison hat Kalman Größe gezeigt. Die Rolle verändert, die Einsatzzeiten weniger – und trotzdem immer da. Laut von außen, unterstützend für die Mannschaft, präsent, wenn es darauf ankam. Vier gelbe Karten, ohne davor überhaupt gespielt zu haben – eine Statistik, die mehr über seinen Charakter erzählt als jede Einsatzliste.

Dass ihm der Abschied nicht leichtfällt, ist spürbar: „Passiert nicht oft, aber mir fehlen ehrlich gesagt noch die richtigen Worte. Es fühlt sich so an, als wäre etwas in mir gestorben. Eine unglaubliche gemeinsame Reise geht nun leider zu Ende. Ich will mich vor allem bei der Kurve bedanken. Auch wenn ich dann nicht mehr am Feld stehe, mein Herz bleibt da und – wie nur wenige bisher wissen – trag ich die Austria ja auch unter der Haut“.

Auch Obmann David Rettenbacher findet klare Worte: „Spieler kommen und gehen – aber es gibt Typen, die bleiben im Verein hängen. Kali ist so einer. Fünf Jahre lang war er ein Gesicht dieser Austria, sportlich wie menschlich. Einer, der Verantwortung übernimmt, der auch einmal laut wird, wenn es notwendig ist, und der immer alles für diesen Klub gegeben hat. Er hat diesen Verein und seine Werte verinnerlicht. Genau solche Spieler machen eine Mannschaft aus – und genau solche Spieler gehen dann auch ab.“

Mit ihm geht ein Spieler, der nie angepasst war – und genau deshalb so wichtig. Einer, der Haltung gezeigt hat. Einer, der Emotion reingebracht hat. Einer, der diese Austria ein Stück weit mitgeprägt hat.

Danke für fünf Jahre voller Einsatz, Leidenschaft und unvergesslicher Momente, Kali. Wir sehen uns auf der Tribüne!

Manuel Kalman

Manuel Kalman

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