In der 22. Runde musste die Austria nach St. Pölten. Die Wölfe gewannen in der Vorwoche gleich mit 4:0 und waren hungrig auf den nächsten Sieg. Die Mannschaft von Christian Schaider hingegen wollte die Serie von drei Spielen ohne Niederlage fortsetzen.
Nach dem 2:0-Heimsieg gegen Liefering eröffnete die Austria gleichzeitig mit drei anderen Partien das Fußballwochenende. Sieben der letzten neun Punkte holte die Schaider-Truppe, die in der niederösterreichischen Landeshauptstadt allerdings auf gleich zwei wichtige Spieler verzichten musste. Top-Scorer Denizcan Cosgun und der Held der Vorwoche Daniel Bares waren nicht mitgereist. Demgegenüber sollte auch die kürzlich bekanntgegebene Verlängerung um zwei Jahre von Christian Schaider zelebriert werden.
Die über 3000 Zuseher in der NV Arena, zu denen auch der langjährige Landeshauptmann Niederösterreichs Erwin Pröll zählte, bekamen eine ruhige Anfangsphase geboten. SKN nahm zwar das Heft des Spiels in die Hand, kam aber zu keiner wirklich gefährlichen Gelegenheit. Dafür war es nach 20 Minuten unsere Nummer 20, die im Sechzehner gelegt wurde. Die Folge: Elfmeter. In Abwesenheit von Cosgun und Bares trat Kapitän Luca Meisl an, sah aber, wie SKN-Keeper Christopher Knett parierte. Das Schiedsrichterteam um Safak Barmaksiz bewies jedoch seine Genauigkeit und ließ den Elfmeter wiederholen – Knett trat zu früh von der Linie hervor. Im zweiten Anlauf behielt Meisl die Nerven und brachte die Austria in Führung. Folglich war die Austria besser in der Partie und kam in der 32. Minute durch Moritz Eder zu einem Abschluss aus dem Spiel. Knett faustete aber souverän weg.

Die Anfangsphase der zweiten Hälfte nutzten die Wölfe leider für sich und bissen gleich zweimal zu. In der 52. Minute kamen sie zu einer Mehrfachchance, die Stürmer Filip Perovic per Kopfball in die Führung ummünzte. Nur wenig später legte der SKN durch seinen Kapitän Dirk Carlson nach. Simon Nesler-Täubl konnte zwar noch den Kopfball parieren, der luxemburgische Nationalverteidiger setzte aber entscheidend (60′). Beide Male verteidigte die Austria nicht konsequent genug.
Die tapfere Mannschaft von Christian Schaider war nun um den Ausgleich bemüht. Moritz Eder verhinderte in der 72. Minute per Kopfabwehr noch sensationell einen höheren Rückstand und warf sich dafür in die Torstange. Eine Situation, die die Kämpfermentalität der Austria in dieser Saison unterstreicht. Auf der Gegenseite gelang Luka Parkadze per Kopf beinahe der Ausgleich (80′), doch die heißeste Szene der Partie gab es in der Nachspielzeit.

Die Austria drängte auf den Ausgleich und arbeitete sich über den linken Flügel ins Zentrum. Bei einer 50:50-Situation zwischen dem eingewechselten Christoph Gruber und der Nummer 10 des Gegners Marc Stendera kommt Gruber zu Fall. Parkadaze ist wachsam und verwertet den losen Ball zum vermeintlichen 2:2, doch Schiedsrichter Safak Barmaksiz hat bereits abgepfiffen. Große Aufregung, denn das Tor zählt nicht und Gruber sieht sogar noch die gelbe Karte. Eine Schwalbe soll es gewesen sein. Hoch diskutabel, denn einen Kontakt hat es gegeben, doch Barmaksiz entscheidet auf das Gegenteil.
Somit rutscht die Austria mit 26 Zählern auf den neunten Platz herab, ist damit punktegleich mit der Vienna auf dem achten Rang. Nun steht aber erstmal die Länderspielpause an, in der sich die Schaider-Elf erholt und auf den nächsten Gegner vorbereitet. Am 3. April kommt Schwarz-Weiß Bregenz nach Maxglan. Im Hinspiel trennte sich die Austria noch mit einem 0:0 vom aktuellen 15. der 2. Liga. Doch jetzt heißt es erstmal: Durchschnaufen und Kräfte bündeln.
Bericht: Tim Bosnjak
Die Stimmen zum Spiel
Trainer Christian Schaider: „Wir waren nicht wachsam genug und haben zwei dumme Tore gekriegt. Wir hätten uns den Punkt heute verdient.“
Kapitän Luca Meisl: „Wir haben nicht viel zugelassen, aber haben dann die zwei Tore nicht gut verteidigt. Das kostet uns dann das Spiel. Die letzten 20 Minuten haben wir richtig viel Druck gemacht und waren spielbestimmend. Den Ausgleich hätten wir auf jeden Fall verdient gehabt.“











