In der 24. Runde der 2. Liga ging es für die Austria nach Wels zur Hertha. Die Oberösterreicher konnten am Ostermontag spät zubeißen.
Nur 66 Stunden nach Abpfiff in Maxglan führte der Weg der Mannschaft von Christian Schaider nach Oberösterreich. Die Welser Hertha hatte zwar ebenso wenig Zeit, sich zu erholen, profitierte aber vom zweiten Heimspiel in Folge. Im Hinspiel Anfang Oktober triumphierte die Austria noch mit 4:2, so sonnig wie das Wetter endete die Partie vor über 2600 Zusehern (Rekord in Wels; davon rund 1000 Austrianer) aber nicht.
Die ersten Minuten gehörten der Austria. Nico Lukasser-Weitlaner, der gegen Bregenz sein erstes Tor in „LigaZwa“ erzielte, nahm sich nach einem Konter in der fünften Minute ein Herz. Das zweite Stück wollte aber nicht gelingen. Wels meldete sich nach einer Viertelstunde durch Innenverteidiger Nicolas Keckeisen das erste Mal vor dem Kasten von Simon Nesler-Täubl. Es sollte nicht das letzte Mal sein. Die besseren Chancen hatte aber die Austria, so auch nach 22 Minuten. Die Hertha bekam eine Ecke nicht geklärt, Marinko Sorda lauerte vor dem Sechzehner, findet das Loch im Welser Osterkorb und erzielt das 1:0. Ausgerechnet unser Zehner, der vor wenigen Tagen seinen Abschied nach der Saison bekannt gab und mit dem Treffer seine Abschiedstournee einleitet. Im weiteren Verlauf kam lediglich der Welser Sebastian Malinowski zu einer Top-Gelegenheit, Nesler-Täubl entscheidete das Eins-gegen-eins aber für sich.

Zur zweiten Hälfte hätte Marinko Sorda sein Tor beinahe repliziert und den Doppelpack geschnürt. Der diesmal flache Abschluss in der 54. blieb aber unbelohnt. Die Oberösterreicher arbeiteten sich mehr in die Partie, kamen in der 71. Minute auch zum Ausgleich, machten dabei aber nicht die Rechnung mit dem Linienrichter. Abseits war es gewesen. Unbeeindruckt folgte die nächste Chance durch Keckeisen für die Mannschaft von Christian Heinle gleich kurz darauf. Im Verbund verhinderten Denis Kahrimanovic und Nesler-Täubl das Gegentor.
Alle guten Dinge waren aber leider drei für Keckeisen. In der 90. Minute bekam die Hertha einen Freistoß am rechten Flügel zugesprochen. Albin Gashi flankte direkt auf den Kopf von Keckeisen, der nun das Netz zappeln ließ und der Austria spät zwei Punkte raubte. Damit schrumpft der zweite Auswärtssieg im Frühjahr der Schaider-Truppe lediglich in das dritte Pflichtspielremis 2026.
Damit zählt die Austria 28 Punkte und steht in gewohnter Tabellenregion auf dem neunten Platz. Am kommenden Samstag reist Admira Wacker Mödling nach Maxglan. Im Hinspiel verlor die Austria mit 0:4 in der Südstadt.
Bericht: Tim Bosnjak
Die Stimmen zum Spiel
Torschütze Marinko Sorda: “ [Den Klassenerhalt] schaffen wir in den nächsten Wochen. Das war unser Ziel vor der Saison. [Ich möchte] die letzten Spiele noch genießen.“
„[Wels hatte] vor allem nach Standards Chancen. Wir haben viel zu viel Fouls um den Strafraum begangen.“
Trainer Christian Schaider: „Das Tor war unnötig. In der ersten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft, in der zweiten Halbzeit Hertha Wels.“
zum noch nicht ganz fixen Klassenerhalt: „Für uns wäre es heute ein Riesenschritt gewesen, wenn wir 30 Punkte gehabt hätten. Wir müssen noch weiterhin Punkte sammeln.“











