Form-König zu Gast: Am Samstag soll’s auf die Ziellinie gehen

Die letzten beiden Spieltage waren zwar trüb, dafür aber punktereich und so haben wir an diesem Wochenende die Ziellinie bestens in Sicht. Die Aufgabe zur Meisterprüfung: Das „Team der Stunde“ schlagen – Teil zwei.

Ohne Fehl und Tadel spulte unsere Mannschaft in den letzten Wochen ihr Programm ab, feierte zwei hochverdiente Siege, die beide auch von der Art und Weise klar signalisieren: so steigen wir auf! Bemerkenswert, wie gleichermaßen solide man zwei Spiele abwickelte, die im Vorfeld höchst unterschiedlich einzuschätzende Gegner parat hielten. Bürmoos kam als „Team der Stunde“ nach Maxglan, wovon dann aber eineinhalb Stunden lang nichts zu merken war. Und in Strobl ließ man sich zu keiner Zeit auch nur im Ansatz auf das marode Niveau des nunmehr Tabellenletzten herunterziehen, siegte vielleicht nicht glanzvoll, aber unter widrigen Umständen sehr wohl überzeugend mit 4:0.

Schon wieder: Formtabellenführer zu Gast

Unser Gegner am Samstag ist wieder eher auf der stärkeren Seite zu verorten. Freunde der Superlative werden erneut vom „Team der Stunde“ sprechen, das in Maxglan zu Gast ist – und damit liegen sie richtig. Bürmoos ist es nämlich nicht mehr, denn nach unserem Sieg wurde den Blau-Weißen eben in Neumarkt vorige Woche diese Zuschreibung abgeknöpft. Für den TSV Neumarkt selbst war das der fünfte Sieg aus den letzten sechs Spielen, Liga-Spitze in diesem Zeitraum.

Ein Sieg am Samstag würde auch unsere Bilanz gegen diesen unangenehmen Gegner vom Wallersee etwas weiter aufbessern. Nach zwei deutlichen Niederlagen in der Vorsaison reichte es Ende September auswärts immerhin wiedermal zu einem Punkt. Auch dieser Zähler ist ein Baustein unserer rosigen Ausgangslage, wie wir sie jetzt vorfinden: Gewinnen wir, dann ist unser Aufstieg so gut wie eingetütet und die Chance für Neumarkt, noch an der Austria vorbeizuziehen, nur noch rein rechnerischer NaturA

Trainer Christian Schaider: „Am Samstag zählt nur ein Sieg. Wir haben dieses Mal endlich keine verletzten oder gesperrten Spieler und wollen mit einem Dreier im Heimspiel gegen Neumarkt eine Vorentscheidung im Aufstiegskampf herbeiführen.“

Südländisches Flair feiert Zwanziger

Als hätten unsere Ultras einen Propheten in ihren Reihen, haben sie sich doch just dieses Quasi-Entscheidungsspiel für die Feierlichkeiten zu ihrem 20-jährigen Jubiläum ausgesucht. Die Union ´99 Ultrà Salzburg – ein Fanclub, der schon wenige Jahre nach seiner Gründung zur Lebensversicherung für den Verein wurde, den er liebt. Eine prägende Gruppe unserer Fanszene, die mit ihrem eleganten Mozartkopf als Fanclub-Wappen allseits bekannt und längst nicht mehr aus violetten Kreisen wegzudenken ist. Die „Unione“, einer der Garanten für die lautstarke Stimmung in unserer Kurve und mit ihren vielen Choreographien einer der kreativen Hotspots im Austria-Umfeld, hat den bevorstehenden Spieltag schon vor längerer Zeit zum Festtag erklärt. Günstiger könnten die Voraussetzungen kaum sein, die Feierlaune könnte jetzt zum Tag X gar zum Höhepunkt kommen – ein glücklicher Umstand für solche, die es sich wirklich mal richtig verdient haben, während anderswo in der „modernen Fußballwelt“ immer häufiger auf Abruf gefeiert wird.

Das Beste daran: Wenn einer unserer Fanclubs was zu feiern hat, dann ist das für alle Austrianer sehenswert. Dieses Gefühl, sich die ganze Woche schon auf Samstag, 15:30 Uhr – diesmal ja wirklich exakt so – zu freuen, es wird erst durch die Fankurve so richtig entflammt. Machen wir gemeinsam mit den Jungs von der „Unione“ dieses Heimspiel zum Erlebnis, schlagen wir mit Neumarkt einen oft hartnäckigen Rivalen nach mehr als vier Jahren endlich wieder einmal und schicken wir so den TSV mit einem Rechenschieber der Quasi-Unmöglichkeit nach Hause!

Und ganz nebenbei: Zeigen wir auch der Verbandsobrigkeit Westösterreichs ihr einmal mehr absurdes Vorgehen beim Reform-Wirrwarr auf, indem wir schon mal ganz laut an einer Liga anklopfen, die nur gut zwei Monate vor dem ersten Spieltag noch mit Namensfindungsprozessen für Schlagzeilen sorgt!

Immerhin eines soll für diese reformierte Liga am Samstagnachmittag gegen viertel nach fünf feststehen: Ihr attraktivstes Zugpferd im Teilnehmerfeld, der Sportverein Austria Salzburg.

26. Runder SalzburgerLiga
SV Austria Salzburg – TSV Neumarkt

Samstag, 15:30 Uhr, Erich Misoph Volltreffer Stadion
SR: Cetin Yorulmaz, Paul Nisandzic, Herbert Gangl

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