Kalte Dusche trotz warmem Wetter – Austria verliert zum Rückrundenauftakt

1. März 2026

Nach einer erfolgreichen Vorbereitung war es nun endlich wieder soweit und die Rückkehr in „LigaZwa“ gegen den FAC stand auf dem Programm. Das erste Pflichtspiel des Jahres 2026 konnte allerdings nicht erfolgreich gestaltet werden.

Im Sommer war es eine knappe Angelegenheit, als sich die Austria per Lucky Punch die drei Punkte in Floridsdorf sicherte. Nun kamen die Wiener mit einer Erfolgsserie von acht Spielen ohne Niederlage nach Maxglan und wollten sich für diese Niederlage revanchieren. Dabei erwischten sie die ersatzgeschwächte Mannschaft von Christian Schaider eiskalt.

Wir schreiben die fünfte Minute und die Nervosität zum Auftakt im neuen Jahr war sichtlich zu spüren. Der FAC wollte das ausnutzen und drückt dem Spiel gleich mal seinen Stempel auf. In der vierten Minute stieg Stürmer und Top-Vorlagengeber des FAC Lukas Gabbichler bei einer Ecke am höchsten, sein Versuch konnte allerdings noch geblockt werden. Nur wenige Momente später war das Glück aber auf der Seite der Gäste. Angreifer und FAC-Toptorschütze Lan Piskule erobert den Ball, nachdem dieser unserem Linksverteidiger Gabriel Marusic durch eine Bodenwelle versprungen ist. Die Hereingabe verwertet Gabbichler zum 0:1.

Vor allem über Eckstöße wurden die Gäste gefährlich und zwangen Simon Nesler-Täubl in der achten Minute gleich zu einer Doppelparade, wovon die zweite mindestens das Prädikat „sensationell“ verdient. Die Austria meldete sich erst in der 16. Minute mit so etwas wie einer Chance vor dem gegnerischen Tor. Im Nachgang eines Freistoßes profitiert Kapitän Luca Meisl von einem Fehler seines Counterparts Mirnes Becirovic und bringt den Ball kurz vor den Torraum. Sebastian Aigner kann allerdings nicht verwerten, sein Versuch wird auf der Torlinie geblockt. Die heiße Anfangsphase kommt folglich deutlich zur Ruhe, erst in der 44. Minute meldete sich der FAC nochmal durch eine knappe Chance von Alex Sobczyk. Mit 0:1 geht es aber in die Kabinen.

Die Austria konnte dem Ball oft nur hinterher laufen. Foto: GEPA pictures/ Wolfgang Kofler

Die zweite Halbzeit bietet folglich viel Fußball zwischen den Strafräumen. In der 56. Minute gelang es Piskule, sich über rechts durchzusetzen, Sobczyk bliebt aber mit seinem Abschluss über das Tor von Simon Nesler-Täubl erneut glücklos. Die Austria ist engagiert, der FAC bringt aber noch immer einen Mann dazwischen und unterbindet das Spiel der Mannschaft von Christian Schaider leider sehr gut. Die beste Gelegenheit auf den Ausgleich und beinahe auch das Tor des Jahres hätte es in der 92. Minute gegeben. Simon Nesler-Täubl tritt einen Freistoß von knapp über der Mittellinie, der immer länger und länger wird. Damit überrascht er zwar FAC-Schlussmann Juri Kirchmayr, der Lucky Punch gelingt dieses Mal aber leider nicht. Somit bleibt es beim 0:1 und der Auftakt geht verloren.

Will man dennoch Positives aus dem Spiel ziehen, so ist zu vermerken, dass Florian Rieder, Nico Lukasser-Weitlaner und Tobi Rohrmoser ihre Pflichtspieldebüts für die Austria feiern konnten. Die Mannschaft von Christian Schaider hat nun aber nur wenig Zeit, um sich auf die nächste Aufgabe vorzubereiten. Bereits am Dienstag geht es zum Nachholspiel zum SK Rapid.

Bericht: Tim Bosnjak

Die Stimmen zum Spiel

Trainer Christian Schaider: „Das 0:1 war unglücklich. Die erste Halbzeit hat dem FAC gehört. Die zweite Halbzeit waren wir dann präsent und hatten zwei bis drei brenzlige Situationen. Nach dem Spiel betrachtet ist das 0:1 ein bisschen bitter.“

Marinko Sorda: „In der ersten Halbzeit sind wir nicht in den Sechzehner gekommen, in der zweiten Halbzeit dann öfter. Es war oft ein Gestocher im Sechzehner.“

Sportdirektor Roland Kirchler: „Nach einer langen Vorbereitung die ersten Meisterschaftsspiele zu spielen, ist immer schwer. Wir waren in der ersten Halbzeit noch ein bisschen im Winterschlaf und hatten noch nicht den Meisterschaftsrhythmus. In der zweiten Halbzeit haben wir dann umgestellt und es war dann das Spiel was, man von unserer Mannschaft zuhause kennt. Der Platz war leider nicht zum Fußballspielen.“

zum Neuzugang Nico Lukasser-Weitlaner: „Er war super, hat alles reingehauen. Am Anfang war er ein bisschen nervös, aber es war sein erstes Bundesligaspiel. Er hat seine Aufgaben mehr wie erfüllt und das gemacht, was wir von ihm verlangen.“

Highlights auf Laola1.at

Jetzt teilen: