Bereits vor dem Spiel war der Klassenerhalt fest. In der 26. Runde trennten sich die beiden Austrias mit einem versöhnlichen Unentschieden.
Doch bevor der Ball rollte, erhoben sich die über 2300 Zuseher für die Trauerminute für die viel zu früh verstorbene Austria-Legende Alexander Manninger! Alexander war von 1984 bis 1996 nicht nur ein Teil der Austria-Familie, sondern vor allem ein Mensch, der Spuren hinterlassen hat – auf und neben dem Platz. In diesen schweren Stunden gilt unser tief empfundenes Mitgefühl seiner Familie, seinen Angehörigen und allen, die ihm nahegestanden sind. Die Gedanken der gesamten Austria sind bei euch. Ruhe in Frieden, Alexander!
Trotz dieser traurigen Nachricht erreichte auch eine frohe Kunde die Austria. Der Abstieg ist nun auch mathematisch unmöglich und die Mannschaft von Christian Schaider ist damit auch im nächsten Jahr in „LigaZwa“ vertreten. Gegen die Jungveilchen mit Ex-Bundesliga-Stürmer Philipp Hosiner und dem zukünftigen Liverpool-Verteidiger Ifeanyi Ndukwe gab es hingegen nach kaum einer Minute den Schock. Nach einer Flanke vom linken Flügel trudelte der Ball durch den Strafraum, wo Marijan Österreicher früh in das Tor von Manuel Kalman traf. Folglich übernahm die Austria das Kommando und hätte nach fünf Minuten durch Sebastian Aigner zum Ausgleich kommen können. YVA-Torhüter Blazevic war allerdings rasch per Fuß zur Stelle.
Die Schaider-Elf kam immer besser ins Spiel, die wirklich gefährlichen Chancen waren aber eher Mangelware. In der 29. Minute versuchte es Christoph Gruber nach einem geblockten Freistoß aus der Ferne, wenige Meter trennten den Innenverteidiger vom Glück. Die Jungveilchen hingegen zeigten sich kurz vor der Halbzeit mit einer Doppelchance. Doch sowohl Routinier Philipp Hosiner und sein Offensivpartner David Ewemade fanden nicht die richtigen Mittel, um die Führung zu verdoppeln.

Im zweiten Durchgang kam der FAK besser aus der Kabine. Aigner blockte jedoch einen weiteren Hosiner-Versuch (47′) und Kalman war im Nachgang eines Freistoßes zur Stelle (58′). Ein goldenes Händchen hatte auch Christian Schaider, zeigte die Einwechslung von Luka Parkadze gleich ihre Wirkung. Unsere Nummer 90 holte mit seiner ersten Ballaktion direkt einen Elfmeter raus. Florian Rieder verwandelte souverän, ein gerechter Ausgleich. In der Schlussphase war die Schaider-Truppe weiter am Drücker, Lipczinski (76′) scheiterte aber am starken Blazevic, während Florian Rieder (89′) mit dem Freistoß nur die Querlatte traf.
Mit dem 1:1 in Favoriten holte die Mannschaft von Christian Schaider nun schon bereits das vierte Remis in Serie. Das Highlight des Tages war selbstverständlich der Klassenerhalt, der mit 30 Punkten auf dem Konto mehr als verdient ist. Am Samstag, den 25.4. lädt die Austria zum Heimspiel gegen die Falken aus Kapfenberg. Eine Woche drauf, am 2.5., geht es nach Graz, wo die zweite Mannschaft des SK Sturm wartet. Der Saisonabschluss erfolgt gegen Austria Lustenau am Freitag, den 8.5.
Bericht: Tim Bosnjak
Die Stimmen zum Spiel
Sportdirektor Roland Kirchler: „Wir haben uns im Laufe der Zeit entwickelt. Heute kann ich der Mannschaft nur gratulieren. Unterm Strich ein Kompliment an die Truppe.“
„Am Anfang [der Saison] haben wir uns finden müssen, im Winter haben mir ein bisschen Zeit gehabt, unseren Fußball einzuüben. Jetzt sieht man, dass die Arbeit der Mannschaft und des Trainers fruchtet. Es freut mich, dass wir die richtigen Leute geholt haben.“
Trainer Christian Schaider: „Die Mannschaft hat Unglaubliches geleistet in der Saison. Heute hat die Mannschaft im spielerischen Bereich extreme Schritte nach vorne gemacht. Wir waren heute in sehr guter Gegner mit dem Ball und gegen den Ball. Wir sind glücklich über die spielerische Leistung.“
Co-Trainer Peter Urbanek zum Klassenerhalt: „[Es ist ein] mega Gefühl und cool, dass wir unser Saisonziel erreicht haben.“
Torhüter Manuel Kalman: „Ich bin stolz auf die Mannschaft. Vor der Saison haben viele nicht an uns geglaubt und jetzt haben wir den Klassenerhalt. Das hat sich der Verein mehr als verdient.“
Stürmer Nico Lukasser-Weitlaner: „Unsere Fans waren wieder unglaublich. Wir hätten uns einen Sieg mehr verdient gehabt. In den letzten drei Spielen ruhen wir uns nicht aus.“











