Mit 350 Fans: Violette „Ampelkommission“ tagt in Anif

Die einen haben schon 14, viele 13, manche zwölf oder gar erst elf Spiele ausgetragen, Hochkonjunktur für die Verlustpunkterechnung. Die Liga macht’s uns schon seit Wochen nicht leicht, den Überblick zu behalten und zu allem Überdruss wirbeln die Corona-Maßnahmen jetzt erneut alles durcheinander.

Ein Tag ohne Informationskonsum und du kennst dich kaum noch aus – so ist das in diesen Tagen durch die Virusproblematik, die uns wieder einholt. Doch fangen wir zumindest hier gleichmal mit den verbliebenen positiven Dingen an: Am Samstagnachmittag rollt auch dieses Wochenende der Ball, unsere Austria rangiert auf Tabellenplatz zwei, der zur Teilnahme an der Regionalliga West im Frühjahr berechtigt und unsere Jungs haben alles in der Hand, zumindest in dieser Sache jedes Verwirrspiel zu vermeiden.

Damit die Westliga-Ampel auf Grün bleibt

Denn solange der Ball rollt, können wir die Ampelschaltung in Richtung Westliga selbst vornehmen. Nach einer bisher sehr beachtlichen Saison leuchtet diese ja grün und daran soll sich auf keinen Fall mehr etwas ändern. Fünf Spiele stehen noch aus, ein hochattraktives Saisonfinish, auf das wir uns so sehr freuen würden – doch niemand kann sagen, ob es dazu auch kommen wird.

Alles in violetter Macht liegende unternimmt unser Verein jedenfalls. Organisatorisch sowieso, aber auch in der Mannschaft ist die gesellschaftliche Lage durchaus ein Thema: „Wir haben gestern nochmal alle sensibilisiert, wie wir uns in der Öffentlichkeit und im privaten Bereich verhalten sollen, da wir ja auch eine Vorbildfunktion haben“, erklärt Trainer Christian Schaider, der zwischen Hoffnung und Zuversicht ist, was die Austragung der noch ausstehenden Partien betrifft.

Im Fokus unserer Mannschaft ist aber nach wie vor das Fußballspielen, darauf haben die Jungs Lust, erst recht nachdem man beim Derbysieg noch mehr Lunte gerochen hat und das in der Saison entstandene Ziel Westliga immer konkreter wird. Volle Konzentration und große Lust auf mehr – die Ereignisse dieser Woche und die jüngsten Restriktionen können alledem nichts anhaben. Nicht einmal die Schließung des ULSZ Rif für den Amateursport durchkreuzt unseren Weg zum Herbstziel, da unsere Mannschaft diese Woche ohnehin zurück zum Training nach Maxglan übersiedelt wäre.

Interessante Auswärtsaufgabe

Ein Trauma aus der Nachspielzeit, das wir Anif schon 2019 verpasst und jüngst nochmal aufgefrischt haben, muss unser Gegner verdauen. Wir erinnern uns gerne daran, als Florian Wiedl vor zweieinhalb Wochen Maxglan spät aber doch zum Beben brachte. In der 91. Minute war er bei einem Abpraller nach Ecke zur Stelle und erziele den Goldtreffer zum glücklichen, wenn auch nicht unverdienten 1:0-Sieg im Nachtragsspiel der Hinrunde.

Als den Violetten daheim ein Jahr zuvor schon der 3:2-Siegestreffer gegen Anif in der Nachspielzeit gelang, war Wiedl noch unter den Unglücklichen im USK-Dress. Und auch auswärts stehen Spiele gegen die Rot-Schwarzen für Spannung pur: Das letzte Match auswärts bei unseren südlichen Vorstädtern war ein offener Schlagabtausch mit einem 3:3 am Ende – weil Resul Omerovic es damals noch ganz knapp verpasste, tief in der Nachspielzeit den vierten Treffer zu erzielen.

Neues, nettes Anif

Ein interessanter Vergleich also, auf den wir uns wohl doch noch freuen dürfen, während danach mal wieder alles in den Sternen steht. Es gibt übrigens durchaus tolle Dinge zum USK Anif in seiner jetzigen Form zu berichten, nachdem es durchs vergangene Jahrzehnt ja noch mit Machenschaften gegangen war, die uns von unserer Warte her nicht schmecken konnten und können – Stichwort FC Liefering:

So strebt man jetzt mit dem „Projekt 2025“ ehrenwerte Ziele an, möchte bis dahin eine Kampfmannschaft mit elf Eigengewächsen besetzt wissen und ist nach einem ersten Befund des neuen Nachwuchsleiters Werner Mitter auf einem sehr guten Weg.

Fans willkommen!

Dieser USK Anif steht inzwischen auch für tolle organisatorische Zusammenarbeit im Sinne des Fußballs. Diese Zeilen gebühren ganz unabhängig vom Entscheid der Gesundheitsbehörde, denn wie immer der ausgefallen wäre: Unser Covid-Beauftragter Max Eichbauer konnte mit USK-Obmann Norbert Schnöll schon vom Grundsatz her an einem Strang ziehen beim Bemühen, eine bestmögliche Lösung für Fans bei diesem Spiel zu finden.

Und, ihr ahnt es: JA – das Spiel darf nun tatsächlich vor Fans stattfinden! Stolze 350 Karten liegen für die Austria-Fangemeinde ab 13 Uhr vor dem Eingang auf. In Zeiten wie diesen ist das ein tolles Statement für die Zusammenarbeit von Klubs, wenn’s im Fußball ums Wesentliche geht – und schon bald hoffentlich auch wieder eine Selbstverständlichkeit.

Selbst über Unzulänglichkeiten und zu lange Wartezeiten am Bierstand wird diesmal niemand klagen können, allerdings aus dem Grund, da die Gastro am Samstag geschlossen bleiben muss.

Vielleicht bleibt es uns ja erspart, dass uns nur ein nüchterner Verbandsspruch unsere Westliga-Teilnahme absegnet – vielleicht wird’s ja doch noch was mit einem sportlich-attraktiven Finish dieser Herbstsaison. Wir wünschen es uns so sehr, freuen uns über einen organisatorischen Etappensieg und dürfen mit Spielbeginn 15:00 Uhr in Anif nur auf eines nicht vergessen: Unser grünes Licht für die Regionalliga West zu verteidigen.

Corona-Regeln beachten!

  • Maske tragen
  • Abstand halten
  • Kein Körperkontakt
  • Regelmäßig Hände waschen, desinfizieren
  • Atemhygiene beachten (in den Ellenbogen husten, niesen etc.)
  • Wenn man sich krank fühlt NICHT zum Spiel kommen
  • Speisen und Getränke nicht beim Gastrostand, sondern am Platz konsumieren

Hier findet ihr ein paar erklärende Worte zu unseren Anti-Corona-Maßnahmen.

Jetzt teilen: