In der 5. Runde der „LigaZwa“ lieferte sich die Austria einen frühen Schlagabtausch mit den Gästen aus Amstetten. Der frühe Funke verglüht jedoch in einer Punkteteilung.
Im letzten Ligaspiel vor der Länderspielpause bot die Austria gegen Amstetten ihren Fans im dritten ausverkauften Heimspiel in Folge ein Spiel mit zwei gegensätzlichen Hälften. Die Chance, sich im Mittelfeld festzusetzen wollte man nutzen und einmal mehr in der Tabelle anschreiben. Um dies zu erreichen, erntete man bereits früh die Früchte der guten Arbeit aus den Vorwochen. So profitierte Paul Lipczinski bereits nach 27 Sekunden von der defensiven Unsortiertheit bei den Gästen und überlupft nach Zuspiel von Marinko Sorda den gegnerischen Keeper Tiago Estêvão. Hat das frühe Tor noch geschmeckt, wurden die nächsten Minuten umso bitterer. Aus einer im Anschluss zerfahrenen Anfangsphase können die Gäste Profit schlagen und gleichen durch Verteidiger Matthias Gragger aus. Ein Ballgestocher nach Ecke entscheidet er für sich und und bringt den Ball mithilfe der Querlatte zum 1:1 unter. Nur wenige Minuten später überspielen die Mostviertler die violette Defensive per Kombination, die in der Führung durch Joshua Staiger kulminiert.

Für die Austria musste ein Standard her. Einen langen Freistoß von Sorda kriegt die Amstettner Abwehr nicht entscheidend entschärft, worauf Luka Sandmayr lauerte. Sein Kopfball in den Strafraum landet so bei Denizcan Cosgun, der seinem Verteidiger im Rücken entwischt und die Austria mit einer schnellen Drehung und der Querlatte wieder auf Augenhöhe brachte. Der Begriff „Aufeinandertreffen“ ist für dieses Spiel wahrlich angemessen, zeichnet es sich über viele Zweikämpfe aus. Überraschend ist dies nicht, sollte es mit insgesamt 30 Fouls enden. Fußballerische Ungenauigkeiten tragen ihr übriges dazu bei. Genau eine solche passierte auch Amstettens Schlussmann Estêvão in der 35. Spielminute, als ihm ein langer Ball durch die Finger flutscht. Der Fehler wird von seinem Verteidiger Niklas Pertlwieser behoben. Die Amstettner Härte zeigt sich schließlich auch in der Kartenstatistik. Ein Blick auf jene verrät, dass die Mostviertler die meisten Verwarnungen erteilt bekam. Den einzigen Platzverweis sah jedoch Amstettens Torwarttrainer Wolfgang Haunschmid kurz vor Ende der ersten Halbzeit, als er sich zu energisch über einen nicht gegebenen Elfmeter für Amstetten beschwerte. Schiedsrichter Markus Greinecker entschied hier aber richtig auf „Kein Foul“. Eine unterhaltsame erste Hälfte, die eine geballte Ladung Fußball in sich hatte, endete schließlich mit 2:2.

Wo Licht ist, ist aber auch Schatten. Der chancenärmere zweite Spielabschnitt versprach weniger Unterhaltung und Großchancen ergaben sich seltener. Während der Namensvetter von Chelsea-Talent Estêvão Chancen von Lipczinski und Bares ohne große Mühen entschärfen konnte, machten sich die Gäste mit einem Freistoß in der 75. Minute bemerkbar. Graggers strammer Versuch, den Doppelpack zu schnüren, wurde von Simon Nesler-Täubl entscheidend über das Tor gelenkt. Auch die Schlussbemühungen der Mannschaft von Patrick Enengl, der mit Oliver Glasner-Assistent Ronald Brunmayr zusammenarbeitete, waren nicht von Erfolg gekrönt.
Mit einem fairen 2:2 schreibt die Austria im dritten Spiel in Folge an und hat sich somit eine kleine, aber feine, niederlagenfreie Serie vor der Länderspielpause geschaffen. Der 8. Platz ist somit erstmal gesichert und ein positives Momentum geschaffen. Die Zwangsunterbrechung gibt nun Zeit, sich auf die nächsten Duelle vorzubereiten, die es mit dem Derby gegen die de facto-Zweitvertretung des Wals-Siezenheimer Vereins sowie dem Tabellenführer SKN St. Pölten deutlich in sich haben. Mit Neuzugang Luka Parkadze, der von der zweiten Mannschaft des FC Bayern München kommt, ist für Verstärkung in der Offensive gesorgt.
Bericht: Tim Bosnjak











