2:1 im 21. – Austria mit Schlusswort in Floridsdorfer Late Night

24. August 2025

In der 4. Runde der „Liga Zwa“ entscheidet die Austria das Traditionsduell gegen den FAC für sich und wiederholt damit das positive Erlebnis aus der Vorwoche. Mit dem 2:1-Auswärtserfolg bricht man zudem eine gegnerische Siegesserie.

Am gut besuchten FAC-Platz wartete ein harter Brocken auf die Salzburger Austria. Nur ein Gegentor kassierten die Floridsdorfer bis zum Spiel gegen die Austria und verloren saisonübergreifend seit elf Spielen nicht mehr. Dementsprechend stark präsentierte sich das Heimteam zu Spielbeginn und nahm das Zepter in die Hand. Mit einem unangenehm flachen Versuch in der dritten Minute wird der violette Keeper Simon Nesler-Täubl zum ersten Mal auf die Probe gestellt. Diese meistert er mit Bravour.

Viel findet in der Anfangsphase in der violetten Abwehr statt, Nesler-Täubl zeichnet sich in der achten Minute nochmal aus, im Eins-gegen-eins gegen den gefährlichen Evan Eghosa hat der Angreifer das Nachsehen. Nur wenige Momente später tankt sich der andere Floridsdorfer-Qualitätszangler Flavio über links durch, spielt einen Doppelpass mit Eghosa und zimmert den Ball an die linke Stange. Das Austrianer Abwehrglück verhinderte Schlimmeres in dieser rasanten Anfangsphase der Mannschaft von Sinan Bytyqi.

Die Austria nähert sich das erste Mal gefährlich in der 12. Minute an, Paul Lipczinskis Schuss fand den Weg allerdings nicht ins Tor. Im Anschluss beruhigt sich das Spiel. Die Mehrheit der Spielanteile liegt zwar weiterhin bei den Floridsdorfern, doch davon kann sich das Heimteam nichts kaufen. Für die Austria war demgegenüber weiterhin kein Durchkommen, Missverständnisse und Fehlpässe verschuldete man, musste zudem viele Meter machen, um nicht in Rückstand zu geraten.

Late Night, late win

Bis dieser fällt, war es nur eine Frage der Zeit und so setzte der FAC in Halbzeit zwei seine dominante Arbeit fort, zum Nachteil der Austria. Beim Sprung der 52. auf die 53. Minute war es nun doch der Floridsdorfer-Topscorer Evan Eghosa, der sich gegen den bis dahin starken Simon Nesler-Täubl durchsetzte und per Kopfball an der zweiten Stange die Heimführung einrichtete.
Wenige Minuten später ergab sich die größte Chance für die Austria, die nun endlich wach wurde. Über links setzt sich Lipczinski durch, doch Joker Tolga Günes kriegt den Ball aus fünf Metern nicht ins Tor gedrückt. Die Heimmannschaft setzte im Anschluss viel daran, die Führung auszubauen, die nötige Präzision fehlt aber. Die Austria ist unbeeindruckt und präsentiert sich vor den lautstarken mitgereisten Fans mutiger. Denizcan Cosgun traut sich so in der 65. Minute einen eleganten Freistoß zu, der allerdings über dem Tor landet.

Bis zur Schlussviertelstunde musste die Austria warten, um die Burschen von Bytyqi zu brechen. Der eingewechselte Tobias Pellegrini erkämpft sich in der 77. Spielminute den Ball im Mittelkreis, spielt schnell auf Lipczinski am linken Flügel, von wo aus dieser den von der Floridsdorfer Abwehr vergessenen Daniel Bares findet. Ein Leichtes für den tschechischen Hünen, der Rares zu Bares macht für das mittlerweile verdiente 1:1 sorgt.

In den Schlussminuten verteidigt die Austria den Punkt aktiver, während das Heimteam nicht die nötige Durchschlagskraft aufbringt, um nochmal gefährlich zu werden. Davon profitiert die Austria in der 89. Minute. Cosgun läuft in den Strafraum ein und findet sich mit dem Ball an der Grundlinie wieder. Dort verteidigt er diesen gegen FAC-Routinier Mirnes Becirovic. Der Austrianer setzt sich mit einem feinen Gurkerl durch, was der vereinstreueste Spieler in „Liga Zwa“ mit einer Grätsche wettzumachen versucht. Dabei bringt er Cosgun allerdings zu Fall, die korrekte Entscheidung von Schiedsrichter Stjepan Bosnjak lautet Strafstoß.
Ex-FAC-Kicker Tolga Günes verwandelt mit einem Strahl in das linke Kreuzeck und der 2:1-Sieg für die Austria, die sich in diesem Spiel nie geschlagen gab, war damit fix. Mit wichtigen drei Punkten fährt man den zweiten Dreier in Folge ein, während man zudem die Ungeschlagen-Serie der Heimmannschaft beendet.

Vor allem ein Mentalitätssieg für die Austria, die über weite Teile des Spiels hinterherlaufen und kämpfen musste, dem Gegner das Spiel damit aber auch nicht leicht gemacht hat. Schließlich profitiert die Austria auch vom Durchhaltevermögen, das sich in der zweiten Hälfte bezahlt gemacht hat. Ein Samstagabend, der wie das Spiel erst spät geendet haben dürfte.

Bericht: Tim Bosnjak

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