Die Austria wurde im Traditionsduell zum 120-jährigen Vereinsjubiläum von Admira Wacker Mödling empfangen. Als fades Salz in der Suppe versüßte man den Feiernden jedoch den Samstagabend.
Kein geringerer als der Tabellenzweite wartete in der zehnten Runde der „LigaZwa“ auf die Austria, die im letzten Pflichtspiel ein Erfolgserlebnis feiern konnte und in der Länderspielpause selbst das 20-jährige Jubiläum der Auferstehung mit einem 7:1-Sieg im Friendly gegen den SAK 1914 feierte. Ein passender Zeitpunkt für das Gastspiel als Partycrasher sollte jetzt die 120- Jahre-Feier inclusive Choreo-Marathon der Admira sein, die sich trotz der guten Ausgangslage mit Uneinigkeiten zwischen Fans und Verantwortlichen plagte.

Die zahlreich angereisten Fans der Austria erlebten aber erstmal nach einer halben Minute einen kleinen Schock, als der Ball nach einer Flanke nur haarscharf am Tor von Simon Nesler-Täubl vorbeirauschte. Die erste violette Chance ließ im Anschluss aber nicht lange warten. Denizcan Cosgun findet Paul Lipczinski in der fünften Minute am linken Flügel, von wo dieser in den Strafraum einlief. Von dort entscheidet er sich für den spitzen Winkel, doch war es nur das Außennetz, das zappelte. Wie sehr die Admira motiviert war, ein Fußballfest zu veranstalten, zeigte sich aber nur wenige Minuten später. Zuerst wird ein Kopfball von Stürmer Filip Ristanic auf die erste Stange vor der Linie abgewehrt, im Anschluss zwingt Mittelfeldmann Turgay Gemicibasi nach einem unzureichenden Klärversuch Nesler-Täubl mit einem unangenehmen Aufsetzer zu einer Parade.
Das Glück der Tüchtigen wurde schließlich in der 16. Minute belohnt. Einen Freistoß nahm Ristanic im Halbraum an, von wo er den Ball in den violetten Strafraum flankte. Erneut war die Abwehr nur unzureichend, worauf Mittelfeldspieler Nadir Ajanovic lauerte und mit einem abgefälschten Flachschuss für die Führung der Admira sorgte. Diese ließ aber nicht locker und zeigte durch den nächsten eingeübten Standard ihre Cleverness. Torschütze Ajanovic wirft an der Mittellinie ein, worauf ein schneller Ball durch die Reihen der Austria folgt. Sebastian Aigner verschätzt sich und so steht Stürmer Alexander Schmidt alleine vor Nesler-Täubl, schiebt ohne Probleme zum 2:0 ein. Nach der heiteren Anfangsphase kommt mehr Ruhe in das Spiel, in dem die Admira nun die besseren Karten in der Hand hat und von den Fehlern der Austrianer Hintermannschaft profitierte. Mit der doppelten Führung der Admira geht es in die Kabinen.
Auch der zweite Akt der Feier stand ganz im Zeichen der Südstädter, die nur 97 Sekunden nach Wiederanpfiff erneut jubeln durften, als Stürmer Alexander Schmidt seinen Doppelpack schnürte. Nach einer Balleroberung im Mittelfeld setzte ihn Gemicibasi in Szene. Nur vier Minuten später war es erneut Ristanic, der sich vor dem Kasten zeigte. Nesler-Täubl konnte aber mit einer Parade aus kurzer Distanz glänzen und zumindest vorerst Schlimmeres verhindern.

So war es die 54. Minute, als sich der Austria eine seltene Gelegenheit bot. Der eingewechselte Tobias Pellegrini schickt Daniel Bares über links in den Strafraum, von wo sich der Stürmer in die Mitte arbeitet. Der Abschluss landet allerdings an der linken Stange und so war es nix mit dem Anschlusstreffer. Demgegenüber stellte die Austria in der 63. Spielminute die vierte Kerze auf der Geburtstagstore auf. Ristanic tankt sich im Mittelfeld durch und steckt auf Mittelstürmer Justin Forst durch, der den Ball nur anspitzeln muss um für das 4:0 zu sorgen. Ein ähnliches Bild wie im ersten Durchgang zeichnete sich also ab. Nach einer ereignisvollen Anfangsphase beruhigt sich das Spiel wieder und die Elf von Christian Schaider kann keine Akzente mehr setzen, während die Admira den Sieg einfährt.
Während die Admira weiterhin ungeschlagen bleibt, kehrt die Austria mit einer herben Abfuhr zurück in den Ligaalltag und hält nun weiterhin den zehnten Tabellenplatz. Am kommenden Wochenende kommt es zu einem zumindest farblichen Bruderduell. Mit den Young Violets von Austria Wien wird die älteste Zweitvertretung der Liga im Max-Aicher-Stadion erwartet, was gleichzeitig die nächste Gelegenheit bietet, wieder in der Tabelle anzuschreiben. Dazu zählt die Austria natürlich auch auf eure Unterstützung! Sichert euch am besten gleich eure Tickets >>
Bericht: Tim Bosnjak











