Nach dem 4:1-Testspielerfolg gegen die LASK Amateure meldet sich die Austria zurück in „LigaZwa“ mit dem Traditionsduell gegen die Klagenfurter Austria. Ein später Lucky Pun(s)ch versüßt der Austria dabei den zweiten Advent.
Nach der Zwangspause durch das Stripfing-Aus war es wieder Zeit für das Pflichtprogramm. Die zweite Saisonhälfte beginnt für die Austria mit dem Auswärtsspiel in Klagenfurt. Mit den Hausherren hatte man noch eine Rechnung offen, nachdem der Ligaauftakt zuhause mit 1:2 verloren ging. Hinter den Kärntnern lagen vor der Partie ganze sieben Spiele ohne Sieg, die letzte volle Ausbeute gab es im September. Einen verdienten Punkt nahm die Salzburger Austria demgegenüber gegen Lustenau mit und lief am Sonntagmorgen mit breiter Brust im weißen Sondertrikot auf.
Die zahlreich angereisten Austria-Fans sahen jedoch, wie die in violett spielende Heimelf sich vor dem Tor von Simon Nesler-Täubl zeigte. Außenverteidiger Rei Okada setzte sich in der 14. Minute am rechten Flügel durch und flankte ins Zentrum zu Mittelstürmer Bartol Barisic. Sein Kopfball verfehlt nur knapp das Ziel, wäre aber eine böse Überraschung gewesen. Zugegeben ist es ein maues Spiel ohne die großen Torchancen, wohl auch der frühen Anstoßzeit geschuldet. Die Austria war nur in der 17. Minute in der Nähe einer Chance, als Paul Lipczinski am Ende einer Flanke steht, aber Okada größere Gefahr durch eine Klärung verhindert.

Wenn aus dem Spiel nichts geht, müssen Standards her. Genau so einer wird in der 61. Minute gefährlich für Simon Nesler-Täubl. Ein Freistoß vom linken Flügel wird von der zweiten Stange ins Zentrum geköpft. Kapitän Marco Gantschnig verhaut den Ball allerdings ins Aus. Kopfball ist ein gutes Stichwort für die nächste Chance, flankte Christian Gebauer zwanzig luftleere Minuten später von rechts auf Marinko Sorda im Strafraum. Der findet zwar den Kontakt zum Ball, hat aber nicht die notwendige Präzision, um den Sonntagvormittag mit einem Tor zu versehen.
Lucky Pun(s)ch schmeckt!
Schiedsrichter Achim Untergasser gibt diesem Fußball-Anti-Fest nochmal drei Extraminuten. Genau die richtige Zeit brauchte die Austria, um endlich anschreiben zu können. Denis Kahrimanovic bringt den Ball im Zentrum an zwei Klagenfurtern vorbei, bevor er zu Joker Tolga Günes auf links legt. Eine Mitnahme und die Kugel ist im Strafraum, wo Denizcan Cosgun einen seltenen freien Raum vorfindet. Günes erkennt das ebenfalls und bringt den Ball zu Cosgun, der mit einer halben Drehung für die späte Führung sorgt. Auch Klagenfurt-Keeper Adnan Kanuric ist machtlos gegen den fünften Saisontreffer unseres Offensivspielers.

Während die Klagenfurter Unserie weitergeht, holt die Austria nach drei Spielen wieder die volle Punkteanzahl und holt sich damit Tabellenplatz acht zurück, den man nach dem elften Spieltag verließ. Mit 18 Punkten führt man nun die zweite Hälfte der Tabelle an. Neben den drei Punkten gab es zudem das 200. Spiel von Christian Schaider an der Seitenlinie der Salzburger Austria zu feiern.
Bericht: Tim Bosnjak
Stimmen zum Spiel
Christian Schaider: „Ich habe den Burschen gesagt, sie sollen alles reinhauen und dann werden wir belohnt. In der 90. Minute sind wir belohnt worden und es freut mich irrsinnig für die Mannschaft und das Trainerteam.“
„Es ist nicht immer einfach in der zweiten Liga, umso wichtiger sind die drei Punkte für uns, für das Selbstvertrauen und den Zusammenhalt.“
zum letzten Heimspiel des Jahres gegen die Vienna: „Wir brennen alle auf das letzte Heimspiel und [hoffen], dass wir allen ein schönes Geschenk unter den Weihnachtsbaum legen können.“
Sportdirektor Roland Kirchler: „Eigentlich hätte das Spiel keinen Sieger verdient, aber wenn wir kurz vor Schluss das Tor machen, sind wir auch nicht beleidigt.“
zur Vienna: „Wir wollen im nächsten Spiel zuhause unseren Fans noch was bieten. Mit einem guten Spiel könnten wir noch eine [tolle] Herbstsaison vollenden.“
Torschütze Denizcan Cosgun: „Ich bin unglaublich glücklich. Es war nicht unser bestes Spiel, aber es spricht auch für uns, solche Spiele zu gewinnen. Es war am Ende etwas glücklich, aber umso schöner, dass ich die drei Punkte mit meinem Tor nach Hause bringen konnte.“
zur Vienna: „Wir spielen daheim und haben die Fans hinter uns. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir da auch drei Punkte mitnehmen und dann in die schönen Weihnachtsferien reingehen. Das Wichtigste ist, den Spirit mitzunehmen und einen schönen Abschluss vor den eigenen Fans zu haben.“











