Am 13. Spieltag gastierte die Zweitvertretung von Sturm Graz. Im Gegensatz zur ersten Mannschaft kennen die Steirer von der Tabelle aber hauptsächlich die unteren Regionen. Nichtsdestotrotz entführen die Blackies drei Punkte aus Maxglan.
Vor den Augen von Wiederauferstehungs-Trainer Gustav Kofler erwartete die Austria eine laut Tabelle schwache Mannschaft, doch mit einem Remis gegen Admira Wacker Mödling in der Vorwoche reisten die Grazer mit erhöhtem Selbstvertrauen an. Die Austria selbst wollte die 1:4- Niederlage in Kapfenberg wieder gut machen. Dafür startete die Elf von Christian Schaider auch schwungvoll in die Partie, zirkelte Paul Lipczinski bereits in der zweiten Minute einen Freistoß auf den Kasten von Daniil Khudyakov. Die dominante Anfangsphase der Violetten hätte in der 13. Minute erneut fast zum Erfolg geführt, als Rückkehrer Daniel Bares einen Ball von Khudyakov abfing, doch per Abfälschung verhinderten die Gäste Schlimmeres.
Diese meldeten sich in der 14. Minute das erste Mal vor dem Tor von Simon Nesler-Täubl, gefährlich wurde es aber noch nicht. Die Austria war die bessere Mannschaft, aber auch ein Kopfball von Christian Gebauer in der 22. Minute landete nicht im Netz. Erst zwölf Minuten später klingelte es. Einen unzureichenden Klärungsversuch nahm Paul Lipczinski auf, bevor er einen langen Ball in den Strafraum auf den frei stehenden Tolga Günes schlug. Der Torschütze der Vorwoche wird nun zum Vorlagengeber und findet Daniel Bares in der Mitte, der seinen Elan nach der Gelbsperre in die verdiente Führung für die Austria ummünzte. Mit der knappen Führung ging es auch in die Kabinen.

Nur ein 1:0 war es, das in Halbzeit zwei unter dem Flutlicht ausgebaut werden sollte. Erneut meldete sich die Austria über Bares in der 54. Minute, der die Grazer Abwehr stets unter Druck setzte und nun die nächste Gelegenheit herausholte. Der Abschluss erfolgte allerdings ohne die nötige Durchschlagskraft, bevor Tolga Günes die Aktion ebenso erfolglos beendete. Frei nach dem Sprichwort „Wenn du sie vorne nicht machst, kassierst du sie hinten.“ war nun der Wurm im Spiel bei der Austria, nicht aber Sturm II-Coach Christoph Wurm, der seine Schützlinge auf Effizienz polte. Über rechts kombinierten sich die Grazer in den Strafraum, wo der Angolaner Daniel Sumbu abschloss. Simon Nesler-Täubl machte zwar den Emiliano Martínez und parierte flink mit dem Bein, doch auch gegen den Abstauber von Wisler Lazaree war er machtlos. 1:1. Die prompte Antwort der Austria, ein gefährlicher Kopfball von Kapitän Luca Meisl nach Gebauer- Freistoß sowie ein schneller Umschaltmoment von Gebauer nur kurz danach selbst, blieb erfolglos.

Demgegenüber bewies Sturm II-Coach Wurm sein goldenes Händchen. Minute 82: Lazaree raus, Jakob Ploner rein. Eben jener Ploner, der nur zwei Minuten später einen von vorne bis hinten sauberen Spielzug vollendete und nicht unverdient, aber aus Sicht der Austria ungünstig, für die Führung der „Schwoazn“ den Ball an Simon Nesler-Täubl vorbei schob und das 1:2 machte. Es sollte eine hitzige Schlussphase werden, was auch von nicht unumstrittenen Schiedsrichterentscheidungen befeuert wurde. So blieb die Mehrfachchance in der 91. Minute von Paul Lipczinski und Sebastian Aigner ungenutzt. Selbst Simon Nesler-Täubl wagte sich im letzten Moment nach vorne, doch es hat nicht sein sollen. Die Bemühungen blieben unbelohnt und die drei Punkte waren Futsch.
Während es für die Steirer der erst zweite Saisonsieg ist, muss die Austria mit einem unguten Gefühl in die Länderspielpause gehen und verliert bereits zum dritten Mal in dieser Spielzeit zwei Partien hintereinander. Es bleibt nichts anderes übrig, als nun die Zwangsunterbrechung zu nutzen, sich wieder zu sammeln und das Restprogramm in Angriff zu nehmen. Der nächste Termin ist der 22. November, auswärts bei Austria Lustenau.
Bericht: Tim Bosnjak
Stimmen zum Spiel
Christian Schaider: „Wir hätten einfach unsere Tore machen müssen in der zweiten Halbzeit.
Die Chancen waren da. […] Leider haben wir dann das 2:2 nicht gemacht, eventuell muss er
[Schiedsrichter Stefan Macanovic] einen Elfmeter pfeifen. Es ist eine bittere Niederlage heute.“
Luca Meisl: „Wir haben eine solide erste Halbzeit gespielt. [Das waren] zwei Tore, die sicher
vermeidbar sind. Man kann der Mannschaft vom Einsatz her nichts vorwerfen. Ich glaube, dass
ein paar strittige Situationen auch dabei waren, die man auch anders sehen kann.
„Wir müssen uns da raus arbeiten. Wir haben gewusst, dass jedes Spiel schwierig wird, und wir
müssen es die nächsten Spiele besser machen und eine Schippe drauflegen.“
Wegen eines Fehlers beim Speichervorgang steht LaOla.Viola zum Nachhören diesmal leider nicht zur Verfügung – sorry dafür, ab dem Lustenau-Spiel dann wieder wie gewohnt an dieser Stelle!











