Sportliches Remis – Austria mit Nullnummer im Traditionsduell

14. Dezember 2025

In der 17. Runde der zweiten Liga empfing die Austria die First Vienna zum Traditionsduell am Jahresabschluss. Nach vier Punkten aus zwei Spielen wollte die Elf von Christian Schaider erneut anschreiben, die Gäste hingegen suchte ein besseres Ergebnis als die Niederlage aus der Vorwoche. Außerdem: Ein Spendenaufruf und Ehrungen für drei Abgänge.

„Elf Freunde müsst ihr sein“. Auf dem Platz ist ein Verein eine eingeschworene Truppe, zwischen die kein Blatt Papier passt. Ein Verein bewegt aber auch außerhalb des Stadions so einiges und kann für viele wie eine zweite Familie sein. Eine Familie, die man nicht missen möchte. Umso schmerzhafter ist ein Verlust eines Familienmitglieds. Ein enges Familienmitglied hat auch die Familie Schörgenhuber aus Oberösterreich verloren. Mutter Claudia verstarb im Alter von nur 43 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Für Vater Bernhard steht nun die schwierige Aufgabe an, die drei Kinder Mia (13), Ben (10) und Tom (3) alleine durch diesen schweren Teil ihres Lebens zu tragen. Der Austria liegt es am Herzen, die Werte, die sie pflegt, weiterzutragen und dort gutes zu tun, wo es am wichtigsten ist. Mit einer Spende könnt ihr Bernhard, der kürzlich seine eigene Firma gegründet hat, und den hinterbliebenen Kindern dabei helfen, für Sicherheit und Stabilität zu sorgen. Unter folgenden Daten ist eine Spende möglich:

Spende für Mia, Ben und Tom
Raiba Donau-Ameisberg
AT24 3407 5000 0480 9109

Fußball wird als schönste Nebensache der Welt betitelt. Dieser wollen wir uns nun auch widmen.

Nach einem Last-Minute-Sieg in Klagenfurt beendet die Austria das Fußballjahr mit dem Gegner, mit dem die Saison 2025/26 angefangen hat. Die Vienna schickte die Mannschaft von Christian Schaider mit einem 1:2 punktlos nach Hause. Nun war es an der Zeit, in der Nebelsuppe den Spieß umzudrehen.

„Per Sempre“ titelte die tolle Choreo aus der Curva Viola. Sempre passt auch zu Simon Nesler-Täubl, der im Herbst keine einzige Minute verpasste und in der zwölften Minute einen Abschluss von Jong-min Seo aus spitzem Winkel parierte. Nach dieser defensiven Glanztat war die Austria offensiv zum ersten Mal in der 25. Minute gefährlich. Christian Gebauer versuchte eine Ecke direkt zu verwandeln, der Ball landete aber über der Stange.

Denis Kahrimanovic im Zweikampf. Photo: GEPA pictures/ Julio Arellano

Eine nächste nennenswerte Chance ergab sich dann wieder in Minute 40 für die Gäste. Ein Einwurf konnte von der violetten Hintermannschaft nicht ausreichend geklärt werden. Der geblockte Abschluss landete bei Seo, doch auch beim zweiten Mal blieb er erfolglos. Bereits in der Nachspielzeit wurde die Austria wieder über einen Standard gefährlich. Cosgun durfte sich aus knapp 17 Metern probieren, sein Freistoß erbrachte aber dasselbe Resultat wie Gebauers Ecke. Torlos pfiff Schiedsrichter Markus Hameter also zur Halbzeit.

Die Austria sagt dreimal Danke!

Bevor der Ball wieder rollte, war es aber erstmal Zeit, drei Abgänge der Austria für ihre Leistungen, den Einsatz und Kampfgeist zu ehren. Wir bedanken uns bei Semir Gvozdjar und Fabian Windhager, die die Mozartstadt nach eineinhalb Jahren verlassen. Danke Semir, danke Fabian!

Ein RIESIGES Danke geht aber auch an Alexander Schwaighofer. Seit der U7 trägt Schwaigi violett und war in jüngerer Vergangenheit maßgeblich an den beiden Westliga-Meistertiteln sowie dem Aufstieg in „LigaZwa“ beteiligt. Durch Höhen und Tiefen ging er mit der Austria, investierte Trainingsstunde nach Trainingsstunde und beißte sich auf der rechten Seite durch. Am Ende stehen 170 Pflichtspiele, zahlreiche wichtige Tore und Vorlagen auf seinem Konto, aber auch er sorgte auch für einmalige Erinnerungen. Danke, Schwaigi! – einmal Austria, immer Austria!

Beide Teams zu ungenau

Nach den Fotos und Ehrungen kehrten die Kicker auf den Platz zurück und brachten die letzte Halbzeit des Jahres 2025 über die Bühne. Die Idee mit dem Freistoß hat sich die Vienna von der Austria abgeschaut und wollte es selbst mit einem solchen probieren. Aus einer spitzeren Position als Cosgun versuchte Amir Abdijanovic in der 52. Minute Nesler-Täubl an der ersten Stange zu überlisten. Das Netz zappelte aber nur von außen.

Gabriel Marusic in Aktion
Gabriel Marusic in Aktion. Photo: GEPA pictures/ Julio Arellano

Nur wenig später setzte die Austria zum Gegenschlag an. Paul Lipczinski schickte Moritz Eder am rechten Flügel gen Grundlinie. Dessen Hereingabe wird abgewehrt, landet aber beim aufgerückten Denis Kahrimanovic, der von der Strafraumkante abzieht. Leicht nach links geschossen verfehlt der Ball sein Tor, auch weil Daniel Bares trotz seiner zwei Meter den Ball nicht mehr in das Tor drücken kann. Die beste Chance des Mozartstädter Originals verblasst im Abstoß. In der 67. Minute entscheidet die Elf von Hans Kleer nochmal Offensivduelle für sich, was zu einem gefährlichen Abschluss durch Seo führt, aber Nesler-Täubl muss nicht hinter sich greifen. Chancenarm geht eine zweite Halbzeit zu Ende. Die Austria und die Vienna trennen sich im Sinne des Sports mit einem fairen 0:0.

Nun geht es erstmal in eine wohlverdiente Winterpause. Die Austria steht zum Ende der Herbstsaison mit 19 Zählern auf Platz acht und hält damit guten Abstand zum roten Strich. Ein Pluspunkt, mit dem man in die Winterpause geht, ist das positive Momentum der letzten Partien. Dreimal in Serie hielt die Austria die Null und holte fünf wichtige Punkte aus den letzten drei Spielen. Jetzt steht aber erstmal der wohlverdiente Urlaub für die Mannschaft an.

Ein großes Dankeschön geht auch an die Fans, die mit der Austria quer durch Österreich reisen und bei jedem Wetter für Stimmung und Support sorgen, und die tatkräftigen Helfer, die dafür sorgen, dass sich die Austria bestens präsentieren kann!

Bericht: Tim Bosnjak

Stimmen der Austria

Alexander Schwaighofer: Die Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen. Wenn ich sehe, wie viel Liebe und Anerkennung mir entgegen gebracht werden, fällt es mir noch schwerer, zu gehen. Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich in den letzten Jahren so viel leide. Ich bin unendlich dankbar für die Zeit.“

Top-Scorer Denizcan Cosgun: „Es war eine typische Zweitligapartie. Wenig Torchancen, viel Hin und Her in der Mitte. Den Punkt nehmen wir mit, wir sind damit zufrieden.“

Luka Sandmayr: „Ich kenne „Schwaigi“ so lange, wie ich bei der Austria bin. Ich bin gemeinsam mit ihm aufgewachsen und es ist natürlich was Besonders. Schade, dass er geht.“

Sportdirektor Roland Kirchler: „Der Platz nicht leicht zu bespielen. Unter dem Strich ein typisches Spiel mit schwindenden Kräften und einem tiefen Platz dazu. Das Unentschieden war gerecht, wir sind zufrieden mit der Herbstsaison und freuen uns auf die Pause.“

LaOla.Viola – die violette Welle zum Nachhören

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