Tiki-Taka in violett – Austria holt 1:0-Sieg gegen Kapfenberg

26. April 2026

Im vorletzten Heimspiel der Saison lud die Austria die Kapfenberger Falken nach Maxglan. Der Mannschaft von Christian Schaider reichte ein Traumkombination, um endlich wieder voll punkten zu können.

Nach dem vierten Remis in Serie war der nächste Sieg längst überfällig. Der Klassenerhalt ist seit letzter Woche Realität, so steht jetzt ein versöhnlicher Saisonausklang im Vordergrund. Ganz so brav kann die Austria aber nicht auftreten, liegt schließlich die längste Serie von Spielen ohne Sieg hinter ihr. Gegen die Falken von Vladimir Petrovic ergibt sich dafür die beste Gelegenheit.

Beide Mannschaften eröffneten dieses Spiel in der 27. Runde auf ausgeglichene Art und Weise. Es galt, nicht zu nah an der wunderschönen Frühlingssonne, die der Samstagnachmittag brachte, zu fliegen und genauso chancenarm waren auch die ersten Minuten. Umso aufregender war die erste Chance der Austria in der 22. Minute. Ein weiter Freistoß von Marinko Sorda scheint eigentlich missglückt zu sein, das Zuspiel in die Mitte war allerdings kein Zufall. Vor dem Freistoß löst sich Paul Lipczinski von der Kapfenberger Abwehrkette und kombiniert sich mit Florian Rieder und Christoph Gruber im Barcelona-Style in den Sechzehner. Die Direktabnahme ist für KSV-Keeper Vinko Colic nicht haltbar. 1:0 für die Austria, genauso traumhaft wie der Backflip von Lipczinski, mit dem er der Aktion die Krone aufsetzt.

So war auch in der nächsten Aktion unsere Nummer elf im Fokus. Rieder, Marinko Sorda und Moritz Eder treiben den Ball nach vorne. Die Flanke von Eder landete auf dem Fuß von Lipczinski, der bei seiner Doppelchance aus kürzester Distanz aber nicht an Colic vorbei kan. Kapfenberg hingegen zwang auch Simon Nesler-Täubl zum Eingreifen, nachdem die Austria einen Ball nicht endgültig geklärt bekam. In der 44. Minute zog der 17-Jährige Jose-Andrei Rostas von knapp außerhalb des Sechzehners ab, Nesler-Täubl parierte den halbhohen Abschluss aber souverän weg.

KSV-Keeper Vinko Colic kann der Austria sowohl beim Tor und beim Jubel nur zusehen. Photo: GEPA pictures/ Wolfgang Kofler

Zum zweiten Durchgang nahmen sich die Gäste mehr vor und waren nach einer Viertelstunde das erste Mal vor dem violetten Kasten. Der spitze Winkel und Nesler-Täubls Bein machten dem Kapfenerger Toptorschütze Luka Hassler aber zu schaffen. Nur wenige Momente später wiederholte sich Selbiges auf der Gegenseite, doch auch Moritz Eder fand seinen Meister in Colic.

Zur Schlussphase nahm die Partie nochmal Fahrt auf und versprach ein wahres Hin und Her. Hassler zeigte sich etwa eine Viertelstunde vor Spielende aus dem Spiel und per Freistoß, vor allem beim Standard zeigte sich Nesler-Täubl aber souverän. Die Schaider-Elf zeigte durch Flo Rieder und Denizcan Cosgun nochmal zwei hochklassige Chancen, das Duo hatte aber das nötige Glück. Auf der anderen Seite parierte Nesler-Täubl eine Doppelchance nach einer Ecke und behielt seine weiße Weste, bevor sich Rieder kurz darauf am Ende einer Kombination fand, aber einfach nicht den Flow fand. Zum krönenden Abschluss hielt Nesler-Täubl in der 94. Minute den Ball in der letzten Aktion des Spiels fest und fixierte den Sieg.

Damit war der Bann gebrochen und der erste Sieg seit sechs Wochen auf dem Konto. Mit 33 Zählern steht man weiterhin auf dem neunten Platz und ist damit in Reichweite der Vienna, die die obere Tabellenhälfte abschließt. In einer Woche geht es zum Auswärtsspiel gegen die Zweite des SK Sturm, der Saisonabschluss erfolgt gegen Lustenau.

Bericht: Tim Bosnjak

Die Stimmen zum Spiel

Trainer Christian Schaider: „Die erste Halbzeit war passabel, in der zweiten Halbzeit haben wir nicht gut gespielt und können das Spiel viel eher mit 2:0 zumachen.“

„Für uns ist es wichtig, dass wir uns weiterentwickeln und das, was wir uns im Frühjahr erarbeitet haben, jede Woche bringen.“

Luka Sandmayr: „Ich bin froh, dass ich heute [nach der Verletzung] am Platz stehen durfte. Das heutige Spiel hab ich genossen. Es ist immer was Besonderes, hier am Platz zu stehen.“

Simon Nesler-Täubl: „Ich bin froh, dass ich der Mannschaft helfen konnte.“

Denizcan Cosgun: „Es war richtig schön, wieder zuhause Minuten zu sammeln und fühle mich sehr wohl hier.“

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