Nachdem es vergangene Woche noch nicht hat wollen sein, klappt’s jetzt ausgerechnet gegen Wiens städtisches „Sibirien“ mit dem Frühlingserwachen. In einem tränenreichen letzten Saisonspiel hatten wir die Transdanubier schonmal zu Gast in Maxglan – die nun anstehende Partie zum Auftakt soll ein ganz anderes Ende nehmen als das Relegationsdrama von 2014.
Kaum 20 Zentimeter, aber in der Hauptstadt ist das bald die Höhe – mit dicken Lettern angekündigt in den Gratiszeitungen, die jede U-Bahn-Fahrt versüßen: „Schnee-Chaos“, die weiße Walze rollt auf Wien zu …
Dort und da war zwar zeitig wieder mehr grün als weiß auszumachen, aber die Frage der Woche beantwortete sich auch ohne Match: Wer kann Winterspiele? Wien nur bezirksweise.
Dazu aber mehr am Dienstag – aufgeschoben ist nicht aufgehoben, die Front, sie kommt.
Auf ein würdiges Auftaktmatch gegen einen Wiener Arbeiterklub dürfen wir uns aber trotzdem freuen – und man sollte den FAC keinesfalls daran kleinreden, dass er dieses Attribut weniger dick aufträgt als die „Buckler“ wetterseitig an der Stadteinfahrt.

Frühlingsgefühle gegen Februarflaute
Wir dürfen nun zum Start in Salzburg ran, und siehe da: Es ist Frühling geworden. Milde Temperaturen und inzwischen sogar Prachttage voller Sonnenschein, einfach zum Dahinschmelzen – für den Schnee, aber auch beim Blick auf vergnügte, verliebte oder einfach nur sonnenhungrige Menschen entlang des Salzachufers.
Aber raus aus der Romantik, denn wir sind noch nicht ganz fertig mit dem meteorologischen Winter. Rein statistisch sollten wir den letzten Februartag nutzen, um unsere frostige Monatsbilanz abzumildern – sehen wir uns das mal an:
Auf den Samstag genau vor 50 Jahren schlug Austria Salzburg daheim den GAK mit 1:0. Dem Brünner Bein „Jaro Eisenfuß“ Pirnus gelang der Goldtreffer schon in der ersten Halbzeit, 2.300 Zuschauer im Lehener Stadion wurden zu Augenzeugen eines raren Ereignisses …
Es war dies einer von nur fünf Siegen an einem Februartag in der gesamten Vereinsgeschichte unseres Salzburger Originals. Sollen wir tiefergraben?

Trend ersehnt: „Drei February“
Gleich das erste „Frühlingserwachen“ in der Saison 1933/34 fand Februars statt. Es endete mit einer Abfuhr bei Urfahr, 2:6 hieß es beim final Tabellendritten der Oberösterreich-Salzburg-Liga. Im Jahr darauf lief die Austria wieder als Achter durchs Ziel, wieder hatte sie’s zum Restart Ende Februar mit dem späteren Tabellendritten zu tun, diesmal daheim – aber auch gegen Admira Linz ging sich nichts aus, eine 3:4-Heimniederlage steht da zubuche.
Ein erster Februar-Sieg gelang 1955 mit einem 3:2 gegen den 1. Simmeringer SC, gefolgt erst 1971 von einem 4:1 gegen Bregenz. Wiederum zehn Jahre später kam es zum ersten und einzigen Auswärtssieg Austria Salzburgs überhaupt im „Hornung“, wie das zweite Jahreszwölftel einst genannt wurde – ein 2:0 konnte bei VOEST Linz mitgenommen werden. Der bislang letzte Sieg im Taumonat, ein 2:0 gegen die Vienna, datiert vom 24.2.1990.
„Februar-Dreier“ gab’s also noch gar keinen, wurde doch die Dreipunkteregel erst zur Saison 1995/96 eingeführt.

Wer hat die Februar-Formel?
Dafür wäre es jetzt höchst an der Zeit, bei diesem insgesamt 38. Mal Februar-Fußball in der Geschichte von Austria Salzburg, dem 31. Meisterschaftskick im Feber seit unserer Gründung im Jahr 1933.
Ein klarer Fall von „die Älteren werden sich noch erinnern“ – wenn überhaupt, aber dieses Wochenende bekommen wir zumindest wieder einmal die Chance dazu: Schaffen wir den summa summarum sechsten Februarsieg, dann wäre es unser erster im gar nicht mehr so neuen Millennium.


Wie steht es um die Sprunggelenke unserer Kampfmaschinen? Paul Lipczinski (li.) leidet weiterhin an einem Knöchelödem, auch diese Partie kommt für ihn zu früh. Dario Bijelic (re.) ist wieder fit – immerhin ein bitter notwendiger Lichtblick an einem „schwarzen Mittwoch“, was Verletzungsmeldungen anbelangt: Wie gestern bekannt wurde, fallen Sandmayr (Seitenbandriss) und Gebauer wochenlang aus – letzterer zog sich beim Stiegensteigen nach dem Training einen Wadenbeinbruch zu. Photos: GEPA pictures/ David Geieregger (li.), Mathias Mandl (re.)
Auch für Gegner FAC ist dies übrigens Spiel eins nach der Winterpause. Letzten Freitag machte Floridsdorf seinem ironisch-wienerischen Bezirksbeinamen „Sibirien“ alle Ehre und war – nur deshalb – nicht bereit für Bregenz.
Ein Faible für die Fremde
Uns kam bekanntlich die Gunst zu, die Hopfengasse an einem Sommerabend besuchen zu dürfen. Tatsächlich stießen wir im August auf das, was noch am ehesten als wunder Punkt in der Bytyqi-Truppe auszumachen war: Just vor dem Torabschluss ließ die Präzision etwas nach, die Chancenverwertung somit ausbaufähig. Als Hausherren verpassten es die Wiener, den Sack zuzumachen – unsere Mannschaft nutzte die Situation, stellte die in Schnittpartien immer gefragte Disziplin Effizienz gegenüber und drehte, auch mit dem nötigen Glück, spät das Spiel.

In der Fremde ist der FAC aber Ligaspitze, hat keines seiner acht Auswärtsspiele verloren. Im flutschenden Reißverschlussprinzip folgte bisher auf Sieg immer Unentschieden – eine bärenstarke Bilanz, aus der auch die Kontinuität spricht, mit der es die Jungs aus dem 21. geschafft haben, sich im oberen Tabellendrittel festzusetzen.
Um auch der Aktualität Rechnung zu tragen, werfen wir noch einen Blick darauf, mit welchen Aussichten die Blau-Weißen nun aus den zweieinhalb spielfreien Monaten kommen …
FAC: Tragen die Süd-Vibes Früchte?
Der FAC hat der Eiseskälte in der zweiten Jännerhälfte sieben Tage vom Tacho genommen, machte sich für eine intensive Woche auf nach Malta. Im Mittelpunkt standen Teambuilding und das Ausmerzen verbliebener taktischer Schwächen. Für die Fans gab’s eine „Postcard from Valletta“, durchaus beneidenswert zu dieser Zeit mit sanften Sonnenstrahlen aus dem warmen Süden.
Aber auch für die Fans der Floridsdorfer ist gut reisen mit ihrem Klub: Für 21 Euro können sich die Anhänger fürs anstehende Spiel anhängen, ihre Blau-Weißen in die Mozartstadt zu begleiten, wo sich ja – wie schon zuvor frohlockt – allmählich ebenfalls einige Grade mehr fürs Gemüt bieten.
Über Großklubs zum ganz Großen? Die wahren Sprungbretter im Duell!
Gut fürs Gemüt sind auch Meldungen über Nachwuchsspieler, die über ein vertrautes Umfeld in ihrem Stammverein den Weg nach oben schaffen. Für Tarik Sadikovic beginnt jetzt eine Reise, die mit harter Arbeit und dem nötigen Glück sehr weit gehen kann – wie ausgerechnet Gegners größtes Gewächs eindrucksvoll beweist.

Vorbild Marko Arnautović, Nacheifern selektiv? Sportlich nur zu: Schon in der U9 am Platz auffällig geworden, spielte sich Tarik früh in den Radar aufmerksamer Beobachter, mit bester Empfehlung nach oben ganz im Sinne der Vereinsphilosophie: „Drei von vier Spielern, die wir in der Winterpause dazugeholt haben, sind blutjunge Salzburger oder kommen aus dem Salzburger Unterhaus“, rechnet Obmann David Rettenbacher die jüngsten Aktivitäten zusammen.
Der 17-jährige Jungspund, Mitte März wird er volljährig, soll aber weiterhin behutsam aufgebaut werden, betont Sportdirektor Roland Kirchler – mit Zusage voller Unterstützung und Verweis darauf, dass Sadikovic im Frühjahr noch oft in der 1b zu sehen sein wird. Auch dort werden wir Tarik gespannter denn je auf die Beine schauen, hat doch der Youngster mit seiner Truppe eine für den gesamten Verein sehr wichtige Meister- und Aufstiegsmission vor sich.


Kalt erwischt: Transdanubien, Sibirien, M*****
Wir freuen uns einstweilen auf einen ambitionierten Wiener Widersacher. Und lieber FAC: Nachdem wir uns frecherweise am Kälteinbegriff bedient haben, den Hauptstädter ihren Nordbezirken gerne schmähbegabt anheften und der zuweilen Steigerung erfährt – „Mordor“ nennen wir euch nicht; wir haben noch weitere Heimspiele …
Doch zunächst dieses. Erledigen wir unseren Job im Februar, um gar Historisches zu erreichen – aber mehr noch mit dem Blick nach vorne: damit wir keinesfalls nochmal auf besagtes Ligaformat Oberösterreich-Salzburg zusteuern!
Text: Christoph Fazekas – ChrisTEXT.com | Fotos: GEPA pictures
Anstoß 14:30 Uhr // Ran an die Karten!

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Das Spiel präsentiert euch Hannes Camper

Auf hannes-camper.at könnt ihr Camper-Vans mieten und kaufen. Am Samstag gibt es die Vans auch gleich direkt vor unseren Stadiontoren zu begutachten.
Austria-Mitglieder erhalten ab sofort 5 % auf alle Buchungen. Chrissi und Stefan freuen sich besonders auf Gäste aus der Austria-Familie!
Live vom Spieltag: Mit dem Austria Salzburg WhatsApp-Kanal
Keine Gelegenheit, die Austria selbst vor Ort zu pushen? Dann pushen wir dich: Abonniere den WhatsApp-Kanal von Austria Salzburg, mit dem du am Spieltag nichts verpasst! Alle Tore, alle wichtigen Spielereignisse – sei informiert, bleib inspiriert, dann bist du fürs nächste Mal heiß, wieder selbst ins Stadion zu kommen!

Anfahrt
Am Spieltag steht euch das gewohnte Parkangebot zur Verfügung. Alle Infos haben wir hier zusammengefasst.
Wir empfehlen, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Die Haltestelle liegt direkt am Stadion und so kann man sich ruhigen Gewissens die eine oder andere Erfrischung gönnen.











