Wölfe beißen zum ersten Mal zu – Austria verliert in St. Pölten

28. August 2026

In der fünften Runde ging es für die Austria zum Wolfsrudel nach St. Pölten. In Niederösterreich ließ man jedoch Punkte liegen.

Mit einer überraschenden Ausgangslage reiste die Mannschaft von Christian Schaider zum SKN St. Pölten. In den ersten vier Runden sammelten die Mannschaft von Cem Sekerlioglu weder Punkte noch trafen sie das Tor. Damit standen sie auf dem vorletzten Tabellenplatz. Vor der Partie gegen die Austria haben die Wölfe daher Blut geleckt und wollten zum ersten Mal zubeissen. In der Anfangsphase tasteten sich beide Mannschaften aber erstmal ab, es war lediglich von Annäherungen zu sprechen, doch noch von keiner gefährlichen Chance. Erst in der 27. Minute meldete sich der St. Pöltner Winfred Amoah mit einem Abschluss von der Strafraumkante, doch Tobias Rohrmoser verhinderte Schlimmeres.

Den ersten größeren Schreckmoment für die violette Hintermannschaft gab es in der 39. Minute, als Amoah erneut am Sechzehnerrand einen Steilpass erhält und auf Stürmer Luis Hartwig querlegt, der den Ball folglich einschiebt. Amoah stand jedoch in der verbotenen Zone, das Tor wurde folgerichtig zurückgenommen. Auf der anderen Seite war die Austria noch nicht zwingend vor dem Tor. In der 44. Minute scheiterte auch Christian Huetz aus der zweiten Reihe. Mit 0:0 ging es in die Kabinen.

Die St. Pöltner waren nur um einen Deut besser als die Austria. Foto: GEPA pictures/ Walter Luger

Nach Wiederanpfiff waren die Wölfe wieder am Drücker. Der US-Amerikaner Jonathan Amon konnte seine erste Gelegenheit nicht verwerten, verwandelte aber in der 58. Minute ein Zuspiel im Strafraum über links. Es war das erste Saisontor des SKN in dieser Saison. Die Mannschaft von Christian Schaider wollte ihre Comeback-Qualitäten unter Beweis stellen, denn zuvor holte man sechs Punkte nach einem Rückstand, so viele wie kein anderes Team. Mit einem Freistoß von Raphael Hofer in der 62. Minute näherte man sich zum ersten Mal an.

Mit Einwechslungen kam folglich ein frischer Wind ins violette Angriffsspiel, doch in der 71. Minute klingelte es erneut im Kasten von Simon Nesler-Täubl. Glücklicherweise jedoch zu Unrecht, es war Abseits.Die größte Chance kam in der 89. Minute. Eine Flanke von Luca Meisl setzte Nico Lukasser-Weitlaner knapp an den rechten Pfosten, doch Torhüter Christopher Knett parierte sensationell. Auch ein Fernschuss von Moritz Eder blieb unbelohnt. Letztlich gelang der Lucky Punch nicht mehr. Das 0:1 war besiegelt.

Damit beenden die St. Pöltner ihre Unserie, während sich die Austria mit null Punkten nach Maxglan verabschiedet. Damit muss man auch im achten Spiel gegen die Wölfe seit der Wiederauferstehung ohne Sieg abreisen. Weiterhin steht man mit neun Punkten aus fünf Spielen da. Nun gilt es aber erstmal die Enttäuschung zu verdauen. Ohnehin geht es nächste Woche im Cup weiter, die Austria lädt erneut zum Traditionsduell gegen die Vienna. In Runde zwei gab es bereits ein 4:1 für die Mannschaft von Christian Schaider.

Bericht: Tim Bosnjak

Die Stimmen zum Spiel

Sportdirektor Roland Kirchler: „[Ein Punkt] wäre verdient gewesen. Es war kein schönes Spiel von beiden Seiten. Im Umschalten waren wir zu schlampig, haben zu viele Fehler gemacht und die Räume nicht genutzt. [Der Ausgleich] war dann nur eine Frage der Zeit, dieses Mal leider für die St. Pöltner.“

Angreifer Christian Gebauer: „[Bei meiner ersten Chance] muss ich den Ball besser runternehmen. Heute tut es weh, eine einzige Aktion hat das Spiel entschieden.“

Cheftrainer Christian Schaider: „Wir haben gewusst, was auf uns zukommt. Eine Situation hat [das Spiel] durch einen Stellungsfehler entschieden. Wir waren nicht im letzten Drittel [so] zwingend und sauber genug, dass wir uns viele Torchancen erarbeitet hätten, was [eigentlich] möglich gewesen wäre.“

„Wichtig ist, dass die jungen Spieler aus solchen Spielen lernen.“

Jetzt teilen: