Wundertüte mit offener Rechnung zu Gast in Maxglan

Violett-Weiß gegen Blau-Gelb: So, wie wir schon in den September gestartet sind, beginnt auch der Oktober in Salzburg-Maxglan. Beim Stadtderby vor einem Monat zweifelte niemand an der Stärke des Gegners. Und diesmal? …müssen unsere Jungs zumindest auf alles gefasst sein.

Klar, jede Spekulation um die wahre Stärke des Gegners ist uns Fans vorbehalten. Für die Mannschaft verbieten sich solche Gedankenspielchen, zumal nach zwei desaströsen Auftritten gegen die Pinzgauer am Samstag auch Wiedergutmachung für die Vorsaison angesagt ist. Objektiv betrachtet sei aber gesagt, dass der FC Zell am See bislang eher als eine der Enttäuschungen dieser Saison einzuordnen ist. Nur zehn Punkte haben die nach wie vor von Wolfgang Reindl trainierten Zeller nach elf Runden auf ihrer Habenseite – nach vielen bärenstarken Auftritten in der vergangenen Saison eine doch recht magere Ausbeute.

Wir haben den Vorjahresfünften aus den letzten beiden Aufeinandertreffen jedenfalls als sehr einsatzfreudige, schnelle, präzise und auch technisch versierte Mannschaft in bitterer Erinnerung. Diese Zeller Attribute trafen sowohl im Pinzgau als auch zuletzt bei unserem Heimspiel auf gebrauchte Tage bei Violett, was sich summa summarum mit 1:8 Toren ausdrückte. Vor allem die 0:4-Heimpleite vom Mai, der im gesamten Austria-Umfeld ja alles andere als ein Wonnemonat war, ist uns allen noch „gut“ im Gedächtnis, zumal wir ausgerechnet mit so einer Blamage österreichweit über die Fernsehbildschirme geflimmert sind.

Über unsere offene Rechnung mit den Zellern muss also gar nichts weiter gesagt werden. Doch wenn wir schon nachtragend sind, eine solche könnten uns die Bergstädter auch ausstellen und sich damit Motivation fürs Duell an diesem Wochenende holen: Die Lehrstunde zum Regelwerk, die unsere Mannschaft in der Nachspielzeit am letzten Spieltag der Vorsaison in Bürmoos genommen hatte (Erkenntnis: Kein Abseits bei Abstoß), kam nämlich nicht nur der Austria mit dem späten 2:3 teuer zu stehen, sondern auch dem FC Zell am See, der dadurch im Endklassement von Bürmoos noch von Rang vier verdrängt wurde.

Wer auch immer seine offene Rechnung am Samstag einkassieren kann: gut, dass unsere Mannschaft und der gesamte Verein nur wenige Monate nach beschriebenen Szenarien insgesamt schon wieder deutlich besser dastehen. Freuen wir uns auf dieses Spiel, machen wir uns auf starke oder auch weniger starke Zeller gefasst, aber auf keinen Fall nochmal auf eine peinliche Pleite – diese Zeiten haben wir hoffentlich überstanden.

12. Runde Salzburger Liga
SV Austria Salzburg – FC Zell am See
Samstag, 16 Uhr, Erich Misoph Volltreffer Stadion
SR: Vahid Zagovic, Christian Brunnbauer, Ivan Nikic;

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