3:0-Auftaktsieg – Umjubelte Premiere der Violetten

Donnerwetter: An einem leicht gewittrigen Vorabend blitzte die große Klasse unserer verstärkten Mannschaft gleich richtig auf. Die Violetten agierten entschlossener als ihr Gegner und starteten optimal in die neue Saison.

Darauf haben wir uns lange gefreut: Der letzte Samstag im Juli, Eröffnung der Salzburger Festspiele – zum einen jene in der Felsenreitschule und zum anderen jene in Maxglan, bei denen zwar kein Festredner und auch nicht der Bundespräsident spricht, wo aber 1.110 erwartungsvolle Zuseher Spiel eins einer attraktiven, neuen Saison entgegenblicken.

Das Max-Aicher-Stadion zeigte sich frisch herausgeputzt in seinem neuen Kleid, die Austria gefiel in ihren neuen Trikots schon beim Betreten der Bühne und aus dem Programm von Intendant Christian Schaider stach eine überraschende Startaufstellung hervor: In der Abwehr bekamen die Neuen gleich den Vorzug gegenüber Stütze Endletzberger, und auch Resul Omerovic, in der vergangenen Saison Torschützenkönig, saß zunächst nur auf der Bank.

Austria reißt das Spiel an sich

Das Spiel brauchte Anlauf, aber nicht viel. Nach fünf Minuten ging das Flutlicht an, Regen setzte ein – nicht jedermann in Salzburg muss sich deshalb vom Freigelände verziehen. Dunkler Horizont, lichte Momente auf dem Spielfeld erstmals nach rund zehn Minuten: Nach einer Ecke St. Johanns wurde es im Austria-Strafraum brenzlig, großes Glück hatten die Gäste dann beim Gegenstoß, als unser Angreifer, der alleine auf dem Weg zum Tor war, per Abseits-Fehlentscheidung zurückgepfiffen wurde.

Damit kamen die Violetten aber ins Rollen. Einen ersten Hochkaräter vergab Schwaighofer, der den Ball nicht am Keeper vorbei brachte und den mitgelaufenen Hödl für den simplen Querpass übersah. Ebendieser Hödl war es wenig später, der auf Marinko Sorda durchsteckte. Dessen Laufweg führte zwar nicht direkt Richtung Tor, aber es ist ohnehin der Ball, der dorthin soll und so setzte unsere Neuerwerbung mit einem klasse Heber ins lange Eck einen ersten Glanzpunkt in diesem Spiel – 1:0 in der 19. Minute, die Ouvertüre wusste zu gefallen.

Taktische Finesse und sehenswerter Treffer

Die Austria spiele ihre Führung gekonnt aus, ließ sich nicht locken und zwang die Gäste für Balleroberungen zu laufen. Leider musste Lukas Marasek noch vor der Pause mit einer Knieverletzung raus, für ihn kam Paulik. Die zweite Halbzeit begann mit einer haarigen Situation, doch die Austria behielt die knappe Führung. Nach einer Stunde wollten es die Pongauer aber wissen und Ernst Lottermoser schickte mit Ajibade seinen gefährlichsten Offensiv-Joker ins Rennen.

Darauf reagierte Schaider, der gleichzeitig Schwaighofer runternahm und mit Endletzberger die Defensive stärkte. Wenig später dann die Vorentscheidung: Lukas Paulik erspähte seine Chance, luchste den St. Johannern bei einem Einwurf den Ball ab, zog in die Mitte und fand eine Lücke für seinen präzisen Schuss genau ins rechte Eck – sensationelle Einzelleistung unseres hellwachen Spielmachers.

Eine Vorführung mit Zugabe

Die Zuschauer waren bereits hochzufrieden, doch eine Zugabe sollte trotzdem sein. Erst in der 85. Minute eingewechselt, drückte auch Resul Omerovic diesem Spiel noch seinen Stempel auf. Zunächst umkurvte er den Schlussmann, ehe sein Schuss von einem Verteidiger geklärt werden konnte. Wenig später dann nochmal Ecke für die Austria, eine einstudierte Variante: Der Ball kommt lang und flach in den Rückraum zu Sorda, dessen Pfund wird abgeblockt und der Abpraller zur dankbaren Vorlage für Omerovic, der goldrichtig steht und mit dem 3:0 diese sehenswerte Premiere perfekt abrundet.

Unsere Mannschaft siegte hochverdient, die ersten drei Punkte der Saison gab’s für das entschlossenere und präzisere Spiel, das immer wieder mit individueller Klasse angereichert war. Diesen Fußballfestspielen hatte St. Johann nur phasenweise etwas entgegensetzen, am ehesten noch in der Sparte Schauspiel, wo Lukas Beran unter zunehmendem Frust eine gestenreiche Talentprobe abgegeben hat.

Torreicher Auftakt für neue Liga

Nach einem torreichen und teils dramatischen Auftakt am Freitagabend wäre also auch die erste violette Duftmarke in dieser neuen Liga gesetzt. Nach Spieltag eins steht die Austria schonmal vor dem SAK und Anif, die sich eben am Freitag schon spektakulär die Punkte teilten, nachdem ein später Jukic-Hattrick aus 1:4 schnell ein 4:4 machte. Unser Gegner St. Johann bleibt, wenn man so will, trotz des verpatzten Auftakts die Nummer eins im Pongau, da Kontrahent Bischofshofen in Grödig gar mit 1:5 unter die Räder kam. Die aufgerüsteten Saalfeldener setzten beim 4:1-Sieg in Grünau ein erstes Ausrufezeichen, außerdem bezwang Seekirchen daheim Aufsteiger Kuchl mit 3:1.

Damit Deckel drauf auf diesen ersten Spieltag, weiter geht’s nächste Woche in Anif, wo wir uns auf ein weiteres, sehr interessantes Kräftemessen freuen dürfen.

Ergebnisse

Verein1. Halbzeit2. HalbzeitTore
SV Austria Salzburg123
TSV St. Johann000

SV Austria Salzburg

1Christian Schlosser Tor
4Mario Keil Verteidigung
5Matthias Theiner Verteidigung
13Matthias Öttl Verteidigung
8Lukas Marasek 10 Mittelfeld
21Nicholas Mayer Mittelfeld
23Umberto Gruber Mittelfeld
24Marinko Sorda Mittelfeld
28Alexander Schwaighofer 18 Mittelfeld
7Lucas Purkrabek 9 Sturm
27Marco Hödl Sturm
77Stefan Nöhmer Tor
18Hannes Endletzberger 28 Verteidigung
10Lukas Paulik 8 Mittelfeld
16Andrej Lazarevic Mittelfeld
9Resul Omerovic 7 Sturm
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