Niederlage gegen Seekirchen

Zu viele Chancen vergeben – Seekirchen gewinnt in Maxglan

Erst schlafmützig, dann inkonsequent: So kann man die 90 Minuten unserer Mannschaft am Samstag zusammenfassen. Am Ende stand die dritte Niederlage in Folge – just jetzt, wo uns die beiden wohl schwierigsten Spiele der Hin-Serie bevorstehen.

Am letzten August-Tag gab’s nochmal herrliches Sommerabendwetter in Maxglan, die letzten Sonnenstrahlen des meteorologischen Sommers 2019 waren diesem echten Schlagerspiel gewidmet. Die Austria hatte schwierige Wochen hinter sich, konnte aber mit einem lockeren 4:0-Sieg im Landescup beim SC Tamsweg in der Woche wieder etwas Selbstvertrauen tanken.

Keine Initiative in der ersten Halbzeit

Davon war am Samstagabend leider kaum etwas zu sehen. Die erste Halbzeit entschied man sich, auf das Tor vor der Fantribüne zu spielen. Verschwindend wenig rollte aber auf unsere Fankurve zu, die Austria hatte die erste Hälfte völlig verschlafen. Seekirchen fasste die Darbietung der Violetten respektvoll auf, machte ein gewisses Abtasten lange mit und ging nicht allzu energisch auf die Bälle.

Im Laufe der ersten 45 Minuten merkten die Rot-Weißen dann aber doch, wie verwundbar unsere Mannschaft derzeit ist. Als unseren Jungs ein hoher Ball im Strafraum erst um die Ohren und dann ins Tor flog, hatten wir großes Glück, dass auf Abseits erkannt wurde. Wenig später war es dann aber soweit: Michael Aigner wurde in eine unserer Abwehrlücken geschickt, robust schüttelte er die zu spät heraneilenden Verteidiger ab, überspielte den Tormann und schob zur Seekirchener Führung ein.

Holprige Versuche, Akzente zu setzen

In der zweiten Halbzeit änderte sich vor allem eines: Die Austria kam jetzt zu einigen – teils großen – Chancen. Gleich nach Wiederanpfiff hatte etwa Schwaighofer den Ausgleich auf dem Fuß, haute das Ding aber weit drüber. Es ging jetzt nach vorne, dort und da kamen Chancen zustande, die vergeben wurden, insgesamt aber war zu vieles auf Zufall aufgebaut. Nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff kam Omerovic für Paulik, später setzte Schaider mit Ergüden für Sandmayer auf noch mehr Offensive. Doch wer immer an diesem Abend in Richtung gegnerisches Tor unterwegs war, rannte sich fest, fand keine Anspielstation. Seekirchen verpasste im Konter die endgültige Entscheidung, so blieb es immerhin bis zum Schluss spannend.

Am Ende reichte den Gästen eine durchschnittliche Vorstellung und der eine Treffer zum Sieg. Erst schläfrig, dann unentschlossen und stümperhaft, muss sich die Austria erneut einem Gegner geschlagen geben, gegen den deutlich mehr drin gewesen wäre. Besonders bitter ist diese Niederlagenserie jetzt, da in den kommenden Wochen die beiden wohl schwierigsten Spiele anstehen und es keinesfalls leichter werden wird, Punktezuwachs einzufahren. Wie schon im Frühjahr geht’s mit schlechten Vorzeichen zum Derby ins Nonntal, vielleicht hilft ja dafür das gute Omen. Zum nächsten Heimspiel empfangen wir in zwei Wochen die Stars und Stripes des FC Pinzgau. Im direkten Duell der beiden Top-Teams behielt an diesem Wochenende übrigens der SAK die Oberhand, siegte daheim mit 3:1. Auch sonst gab’s mit Ausnahme unseres Spiels nichts als Heimsiege in dieser Runde: Kuchl verabreichte Bischofshofen mit einem 5:1 die nächste Packung, Anif gewann gegen Grünau 2:0 und schon am Freitag feierte St. Johann seinen Dreier mit einem 1:0 gegen Grödig.

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