Sieg in Eugendorf!

Kräftiges Ausrufezeichen in Eugendorf!

In den Köpfen oft als schwer zu bespielender Gegner zugeordnet, hat uns die Statistik ja bereits vor dem Spiel am Freitagabend eines besseren belehrt: Eugendorf ist nicht zu fürchten. Nach dem überzeugenden 3:0-Auswärtssieg kann festgehalten werden, dass der USC viel eher als Lieblings- denn als Angstgegner anzusehen ist.

Es hat aber ohnehin viel mehr mit dem zur Anfeuerung der Mannschaft wenig attraktiven Platz zu tun, warum Eugendorf nicht als violette Lieblingsreisedestination Nummer eins gilt. Der geringen Attraktivität noch nicht genug, erwarten einen als Austrianer dort noch weitere, kaum nachvollziehbare Einschränkungen, die das Fußballvergnügen unserer treuen Fans eindämmen.  Jedenfalls quittierten die meisten Austria-Anhänger diese Vorgehensweise diesmal, verfolgten das Spiel von außerhalb des Platzes und setzten damit, wenn man so will, das erste Ausrufezeichen dieses Abends – ein Ruf nach Respekt, der, wenn man sich so umhört, keinesfalls vorschnell geäußert wurde, sondern der aus vielen angesammelten Erfahrungen negativer Art, auch aber nicht nur von Gastspielen in Eugendorf, diesmal laut geworden ist.

Zum violetten Ausrufezeichen auf dem Feld brauchte es einige Anlaufzeit, doch eine beherzt ackernde Austria machte vom Anfang bis zum Ende allen Grund zur Zuversicht. In der ersten Halbzeit waren Torszenen noch eher Mangelware, das Spiel plätscherte zuweilen vor sich hin und war eher von der Spannung getragen. Von den wenigen gefährlichen Szenen hatte aber schon vor dem Seitenwechsel die Austria mehr, die Gastgeber kamen nur zweimal gefährlich zur Entfaltung: Einmal hätten sie gerne einen Elfmeter gehabt, doch der Schiedsrichter erkannte die dynamische aber faire Aktion unserer Verteidigung und bewertete richtig, und als es einmal richtig brenzlig wurde, eilte Keeper Schlosser dem Ball auf dem Weg ins Tor schon hinterher, kratzte ihn aber gerade noch weg und sorgte dafür, dass den Heimischen ihr Torschrei im Halse stecken blieb.

In der zweiten Halbzeit legte unsere starke Mannschaft noch einen Zahn zu, von Eugendorf war’s das dann an diesem Abend. In der 55. Minute konnten sich unsere Jungs für ihr Engagement belohnen, Purkrabek wurde über die rechte Seite in Szene gesetzt, dieser legte den Ball präzise für Muhammed Ergüden quer, der nur noch einschieben musste. Die gute Zusammenarbeit von Ergüden und Purkrabek beruhte auf Gegenseitigkeit: Elf Minuten trat unsere Nummer 11 einen messerscharfen Corner, den Purkrabek per Kopf unerreichbar für den Eugendorfer Schlussmann in die rechte Ecke versenkte – Eckentore, oft als Rarität beklagt, bitteschön, hier wär‘ dann also wiedermal eines. In der 84. Minute tankte sich Omerovic noch in einer Einzelaktion durch, die er ebenso gekonnt höchst selbst zum Abschluss brachte und mit dem 0:3 auch den Endstand in diesem Spiel zugunsten der Austria fixierte.

Diese angekündigte Bewährungsprobe hat unsere Mannschaft also mit Bravour bestanden, über Platz zwei gibt es somit das ganze Wochenende über keine zwei Meinungen, den behält die Austria. Der SAK zieht unterdessen weiter vermeintlich einsam, aber offenbar nicht ganz souverän, seine Kreise an der Spitze: Nachzügler Hallein ließ lange Zeit auf einen Punkteverlust der Nonntaler hoffen, die letztlich aber auch klar mit 5:2 siegten. Nicht nur nach ganz oben, auch eine Stufe runter zu Platz drei beträgt unser Abstand jetzt fünf Punkte, da Neumarkt am Sonntag in Bramberg leer ausging, 1:3 verlor. Unser kommender Gegner Altenmarkt ist längst ein Schatten seines tollen Saisonstarts, unterlag am Samstag in Zell am See mit 1:3.

Hier noch die weiteren Ergebnisse dieser 13. Runde:
Thalgau – Golling 1:1
Strobl – Straßwalchen 2:3
Kuchl – Adnet 0:1
Puch – Bürmoos 2:3

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