Heimspiel am Samstag: Der zweite Schritt zur Heimmacht

Ein guter Saisonstart will am Samstag fortgesetzt werden. Mitaufsteiger SV Kuchl kommt zwar ohne Punkte, aber nicht ganz ohne Zuversicht nach Maxglan, bestätigen doch auch Beobachter aus violetten Reihen: Gegen den SAK waren unsere kommenden Gäste nur einen Mersudin Jukic von der Überraschung entfernt.

Am Ende war es eher die Erkenntnis, mehr als nur mithalten zu können gegen eine bissige Truppe, die auch in dieser Saison wieder zum engeren Favoritenkreis der Regionalliga zählt, die aus Anif mitgenommen werden konnte, als der große Zuwachs fürs Punktekonto. Dort landete nur ein Drittel dessen, was mit etwas mehr Fortune gegen Ende hin möglich gewesen wäre. Zusammen mit dem Auftaktdreier, der vor zwei Wochen gegen St. Johann eingefahren wurde, kann sich aber auch das Zählbare durchaus bereits sehen lassen nach den ersten beiden Spielen.

Nach drei Gegentoren diesmal drei Punkte?

Eben um die zählbaren Körner geht’s auch am Samstag, vermutlich haben sie die meisten von uns etwas sicherer eingeplant als in der vorigen Woche. Auf dem bereits vielversprechend begonnenen Weg zur Heimmacht sind es nur die Siege, die uns weiterbringen. Wir sollten uns aber darauf einstellen, dass dieses Unterfangen gegen die Kuchler diesmal schwieriger wird als ziemlich genau vor einem Jahr, als ein klares 4:0 heraussprang.

Damals dachte kaum noch jemand daran, dass ausgerechnet der SV Kuchl uns als Drittplatzierter einige Monate später in die Regionalliga folgen würde. Die Tennengauer haben sich aber im Laufe der Saison im Vergleich zu Konkurrenten wie Neumarkt als ein deutlich konstanteres Team erwiesen. Ende März traf Kuchl nach fünf erfolglosen Versuchen erstmals in einem Pflichtspiel ins Tor der Austria, gleich dreimal sogar, und besiegelte damit den verpatzten Auftakt unserer Mannschaft in das laufende Kalenderjahr. Weil sich die Austria in den Wochen darauf schnell fangen konnte, gab’s zwar an uns kein Vorbeikommen mehr, die Kuchler nahmen den Schwung dieser Partie aber mit und spielten sich über Wochen in einen Lauf, der ihnen den verdienten Aufstieg bescherte.

Mitaufsteiger braucht dringend Punkte

Mit einem Lauf kommen die Rot-Weißen diesmal nicht angereist, verlor man doch beide Spiele der noch jungen Saison und kassierte dabei in Summe acht Gegentore. Einige Augen hinter violetten Brillen, die beim Match der Kuchler vergangenen Sonntag gegen den SAK zugegen waren, wissen aber von einer starken Leistung der Tennengauer zu berichten und sprechen von lediglich kleinen Unterschieden, beispielsweise in persona Mersudin Jukic – „nur“ einen Doppelpack legte der zweifache Ex-Austrianer dort hin.

Mit einer wachen, engagierten Leistung sollte es am Samstag möglich sein, den Status Heimmacht weiter zu festigen. Was es mit einer Mannschaft macht, wenn nach mehreren Gegentoren durch Jukic die Punkte fehlen, haben extrem gierige Anifer gezeigt – und die Austria war sogleich mit der passenden Reaktion zur Stelle.

Gute Nachrichten gibt es von Lukas Marasek, der im ersten Match verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Eine MRT-Untersuchung am vergangenen Donnerstag verlief positiv, mittlerweile hat unsere Nummer acht seit Dienstag das Training wieder aufgenommen, sogar über einen Einsatz am Samstag wird schon nachgedacht.

Möge es daheim erst gar nicht die Re-Aktion, sondern gleich die Aktion, die pure Eigeninitiative sein, die Gegner Kuchls Ambitionen im Zaum hält. Dann sollte es, das nötige Glück vorausgesetzt, an diesem Wochenende wieder volle Zähler für uns geben.

3. Runde Regionalliga Salzburg
SV Austria Salzburg – SV Kuchl
Samstag, 18 Uhr, Max Aicher Stadion
SR: Stefan Eder, Polat Sen, Amar Rekik;

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