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Werkl läuft: Eugendorf klar geschlagen, jetzt geht’s nach Altenmarkt

Gestern zu Himmelfahrt rollte der violette Aufstiegsexpress unaufhaltsam weiter, selten gefährliche Eugendorfer hatten letztlich keine Chance. Nach dem vorletzten Heimspiel folgt gleich am Samstag das vorletzte Saisonspiel, dazu geht’s in den Pongau.

Es ist die Leichtigkeit des Seins, die unsere Aufsteigertruppe wie auf Wolken durch diese letzten Saisonspiele trägt. Automatismen greifen ineinander, die Gier scheint nach dem Fixieren des Aufstiegs ungebrochen und während wir sonst oft mit unglücklichen Entscheidungen gegen uns, Pech und allerlei kleinen Ärgernissen hadern, haben wir auch alles Karma derzeit ganz auf unserer Seite. Da hat ein Ball einen Drall in sich, dass er sich von der Gar-Nicht-Mal-So-Innenstange auch noch irgendwie reinwälzt, da erkennt der Schiedsrichter-Assistent einen Ball mal hinter statt auf der Linie – so gesehen in Zell am See, und ganz ähnlich verlief es auch gestern wieder.

Mit Kampf und Karma auf die Siegerstraße

Anders als in Zell am See konnte man aber durchaus den Eindruck gewinnen, dass eine etwas verkaterte Mannschaft auf dem Platz stünde. Die Austria kam schwer in die Gänge und überließ Eugendorf anfangs einige Spielanteile. Keeper Schlosser hatte in der ein oder anderen Situation ungewohnten Unterhaltungswert anzubieten, doch all das vermochten die Gäste nicht zu nutzen. Und so schüttelten die Violetten die leichte gedankliche Müdigkeit schnell ab, spielten zielgerichtet nach vorne und kamen dann auch zu hochkarätigen Chancen. Kurios dann der Führungstreffer in der 35. Minute: Eine denkbar schmeichelhaft ausgelegte Zweikampfbewertung bescherte uns statt einer Karte einen Freistoß, den Nico Mayer eine Hundertstelsekunde nachdem der Ball ruhig lag schnell ausführte und der auf den Weg geschickte Luka-Nils Sandmayr vollendete gekonnt zu seinem Premieren-Tor und zum 1:0 für Salzburg.

Bei leichter Dominanz war es kein Problem, das Spiel bei knapper Führung über die Zeit zu bringen, doch etwas Nachschlag entsprang aus dem konzentrierten Auftritt dann schon noch. In der 74. Minute war Nico Mayer nach Schwaighofer-Hereingabe plötzlich mit schier endlos Zeit und Raum ganz allein vor dem Tor, das 2:0 wäre da wohl auch ohne seinen Wahnsinnslauf der letzten Wochen gefallen. Dem gut aufgelegten Stadionsprecher bescherte es dieser Treffer, den Gag des Tages ins Mirko brüllen zu dürfen: „Feiertag ist Mayer-Tag“. Und tatsächlich: Da haben noch gar nicht alle darüber gelacht, hatte unsere Nummer 21 noch eins nachzulegen. Das 3:0 mit der letzten Aktion des Spiels in der 93. Minute entsprang aus einem schnellen Gegenzug; unmittelbar zuvor hätten sonst harmlose Eugendorfer beinahe noch verkürzt, doch dass es sich nach einem Ball ans innerste der Innenstange auch mit dem sicher geglaubten Abstauber nicht ausging, zeigt einmal mehr auf, wie die Dinge eben funktionieren, wenn man sich mal verdient in eine solche Position gebracht hat.

Von A wie Altenmarkt bis A wie Altenmarkt

Dort, wo in der Ära Salzburger Liga im August 2017 unsere Reise begonnen hat, endet sie 22 Monate später. Zum letzten Auswärtsspiel dieser Saison gastiert die Austria am Samstag in Altenmarkt. Die Pongauer spielen eine recht wechselhafte Saison, im Gegensatz zum Wetter allerdings mit abfallender Tendenz – am Donnerstag konnte sich ebendort Zell am See für die herbe Niederlage rehabilitieren, die ihnen von der Austria am vergangenen Wochenende zugefügt wurde – 0:4 hieß es am Ende in Altenmarkt-Schlatterberg. Ein ähnliches Ergebnis wünschen auch wir uns morgen, nachdem es bei der Regenschlacht zum Auftakt der Saison 2017/18 ja schonmal mit einem Sieg beim UFC geklappt hat.

Hier noch die Ergebnisse der weiteren Partien des 28. Spieltags, soweit vorliegend:

  • Bürmoos – Puch 4:1
  • Straßwalchen – Strobl 3:1
  • Neumarkt – Bramberg 4:1
  • Golling – Thalgau 1:3
  • Hallein – SAK 0:8
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